Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| "Das größte bewegliche Bauwerk der Welt für die Atomruine in Tschernobyl" | 29.11.2016 |
„Doch der gefährlichere Teil der Sanierung steht erst noch bevor. In einem ersten Schritt muss unter der mächtigen Stahlglocke der bisherige Sarkophag abgebaut werden. Experten vermuten in dem explodierten Reaktor noch etwa 200 Tonnen Uran, dessen Radioaktivität für Menschen tödlich ist. Für die Räumung gibt es bisher weder Geld, noch ein Konzept. Die endgültige Sanierung der strahlenden Ruine beginnt also vermutlich erst irgendwann in ferner Zukunft.“ SWR, 29.11.2016 Links: https://www.tagesschau.de/thema/tschernobyl/ http://www.n-tv.de/wissen/Der-Tschernobyl-Sarkophag-wird-eingepackt-article19200636.html https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Tschernobyl http://www.buchgestaltung-online.de/Leseproben/FukushimaChernobyl_Inhaltsverzeichnis.pdf |
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| Erdbeben in Fukushima 22. November 2016 | 22.11.2016 |
Die New York Times berichtete heute Nacht: “Tuesday’s quake quickly triggered evacuation warnings along the coast that was ravaged just over five years ago. The public broadcaster NHK exhorted residents of Fukushima Prefecture to leave coastal areas immediately. “Please move as far away from the shoreline as possible,” the announcer said. “Please remember the Great East Japan Earthquake.” The Japanese weather service reported a preliminary magnitude of 7.3 and issued a warning of a tsunami of about 10 feet. The United States Geological Survey reported a lower magnitude, 6.9.” Link: http://www.nytimes.com/2016/11/21/world/asia/japan-earthquake.html n-tv berichtete unter der Überschrift, das Erdbeben "sei glimpflich verlaufen": “Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi und anderen Reaktoren in der Region, die alle abgeschaltet sind, gab es nach Angaben der Betreiber keine weiteren Unregelmäßigkeiten. Auch die anfänglich durch die Erschütterung abgeschaltete Kühlung in einem Abklingbecken des Atomkraftwerks Fukushima Daini laufe wieder, meldete der japanische Fernsehsender NHK.“ Link: http://www.n-tv.de/panorama/Japan-hebt-Tsunami-Warnung-auf-article19148351.html Weitere Links zum Erdbeben in Fukushima: |
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| Vortrag "Ausstrahlungen von Fukushima - Haftung für nukleare Schäden in Japan und Deutschland" an der DJG Frankfurt | 17.11.2016 |
Am Montag den 21. November widemt sich der Jurist und Japanexperte Christian Förster (Universität Heidelberg) mit einem Vortrag an der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) Frankfurt am Main dem Thema der juristischen Verantwortung für nukleare Unfälle in Deutschland und Japan. Der Vortrag mit dem Titel "Ausstrahlungen von Fukushima - Haftung für nukleare Schäden in Japan und Deutschland" wird um 19:00 im Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstraße 248, stattfinden. Aus der Ankündigung: "Die dreifache Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 hat auch die Debatte um Segen oder Fluch der Atomkraft wieder entfacht und in Deutschland den Atomausstieg eingeleitet. Objektiv betrachtet hat sich freilich das Risiko nuklearer Störfälle nicht verändert, sondern lediglich seine Wahrnehmung. Auf der anderen Seite sollte jedem klar sein, dass „absolute Sicherheit“ bei der Atomenergiegewinnung bislang nicht erreichbar ist. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wer bei – kleinen wie großen – Nuklearschäden haftet. Japan und Deutschland halten insoweit ein recht ähnliches Regelungssystem bereit, dessen wesentliche Elemente einschließlich der jeweils bedeutsamsten praktischen Probleme in dem Vortrag aus vergleichender Perspektive analysiert werden". Link: https://calendar.google.com/calendar/event?eid=dmxhb2JyM3R2dXJqN201OHFvdnByMWxrMG gYWRtaW5AZGpnLWZyYW5rZnVydC5kZQ&ctz=Europe/Berlin |
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| Symposium "Alp-/Traum Atom" an der Japanologie Köln | 01.11.2016 |
Die Japanologie der Universität Köln veranstaltet mit der Japanologie Leipzig am 19. und 20. November das Symposium "Alp-/Traum Atom - Hiroshima, Nagasaki, Fukushima als diskursive Orte der japanischen Nachkriegszeit". Organisiert wird das Symposium von Prof. Dr. Stephan Köhn (Köln) und Prof. Dr. Steffi Richter (Leipzig). Austragungsort ist das Ostasiatische Seminar der Universität zu Köln, Dürenstraße 56-60, Raum 2.05. Das Programm des Symposiums umfasst insgesamt zehn Beiträge und gestaltet sich wie folgt: Samstag 19.11.2016 11.00 – 12.45: „Opferkonkurrenzen. Zur Entschädigungspolitik des Staates gegenüber den japanischen Opfern des Asiatisch-Pazifischen Krieges“ (Tino Schölz) „Atombombenliteratur und die Marginalisierung unliebsamer Erinnerungen“ (Stephan Köhn) 14.15 – 16.00: „Das Politische der Erinnerung – Atom(bomben)gedichte in Japan nach 2000“ (Christian Chappelow) „Die lyrische Verarbeitung der Dreifachkatastrophe von Fukushima: Senryū zwischen Protest und Traumatherapie“ (Martin Thomas) 16.15 – 18.00 „Japan und die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl: Aspekte der Wahrnehmung und Rezeption nach 1986 und nach Fukushima 2011“ (Evelyn Schulz) „Kaiser“, „Atom“, „Ich“: Die Perspektiven des Künstlers Ôura Nobuyuki und das Narrativ des japanischen Widerstands (Lisette Gebhardt) Sonntag 20.11.2016 10.00 – 11.45: „Atoms for Peace: Vom Selbstverständnis japanischer Nuklearforscher“ (Reinhard Zöllner) „Atomare Zeit-Bilder“ (Raji C. Steineck) 13.00 – 13.45: „AKW-Arbeiter – Eine Annäherung aus wissenssoziologisch-diskursanalytischer Sicht“ (Felix Jawinski) „Anti-Atom-Proteste/-Bewegungen. Kontinuität und Diskontinuität“ (Steffi Richter) Im Nachtrag hier ein Bericht zum Symposium: http://www.textinitiative-fukushima.de/media/Dokumente/Bericht_Symposium_Koeln.pdf |
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| "The Internet and Personal Narratives in the Post-Disaster Anti-Nuclear Movement" (Takanori Tamura) | 19.10.2016 |
Einen nenneswerten Beitrag zur Rolle von Internet und persönlichen Narrativen für die japanische Anti-Atom-Bewegung nach 3/11 bietet der Soziologe und Medienforscher Takanori Tamura (Hôsei Universität, Tôkyô) bereits Anfang 2015 im Journal Japan Focus. Aus dem Artikel: "While it is widely accepted that the internet plays an important role in disseminating information in social movements there is less understanding of the particular ways in which internet communication technologies like social media shape the forms which activism takes. As large, hierarchically organised social movements have given way to more fluid forms of citizen activism participation in movements has come to reflect the complexity of multiple individual processes of identity formation. The internet, with its non-hiearchical spaces, allows users to construct their own narrative identity by communicating about what is important to them, sharing photographs and interacting with other users". Dieser Fund mit dem Titel "The Internet and Personal Narratives in the Post-Disaster Anti-Nuclear Movement 災害後の脱原発運動におけるインターネットと個人の語り" erschien in der Volume 13 | Issue 7 | Number 4 des Japan Focus und ist online frei abrufbar unter: http://apjjf.org/2015/13/6/Takanori-Tamura/4280.html |
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„Wie ein gigantischer Käfer rückte die neue Schutzhülle seit Tagen auf die Atomruine in der Ukraine zu. Ein System aus Spezialschienen und Hydraulik schob das größte bewegliche Bauwerk der Welt über den 1986 havarierten Reaktor. Heute soll die mehr als 36.000 Tonnen schwere Konstruktion die Anlage verschluckt haben. Die neue Hülle wird dann feierlich in Betrieb genommen, auch wenn noch viel Arbeit bevorsteht. 100 Jahre lang soll die High-Tech-Decke den Austritt radioaktiver Strahlen verhindern sowie vor Umwelteinflüssen wie Nässe schützen. Die Hülle ergänzt einen Betonsarkophag, der von der Sowjetunion nach dem Super-Gau am 26. April 1986 eilig errichtet worden war und mittlerweile brüchig ist. Mehr als 40 Geber-Länder haben das etwa zwei Milliarden Euro teure Projekt finanziert.“ (…)