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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Bedingt durch diese Publikationstätigkeiten werden in der kommenden Zeit die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Radioaktives Jod-131 in Europa gemessen

Wie das französische "Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit" (Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire) aktuell berichtet wurde im Januar 2017 in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, winzige Spuren des radiaktiven Jod-131 in der Umwelt gemessen. Die geringe Konzentration sei für Menschen ungefährlich. Aus der Pressemitteilung:

"Iodine-131 (131I), a radionuclide of anthropogenic origin, has recently been detected in tiny amounts in the ground-level atmosphere in Europe. The preliminary report states it was first found during week 2 of January 2017 in northern Norway. Iodine-131 was also detected in Finland, Poland, Czech Republic, Germany, France and Spain, until the end of January"

Die englische Presseerklärung des IRSN findet sich unter folgendem Link:

http://www.irsn.fr/EN/newsroom/News/Pages/20170213_Detection-of-radioactive-iodine-at-trace-levels-in-Europe-in-January-2017.aspx


Hohe Strahlungswerte am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Februar 2017

„Vor fast sechs Jahren verursachte ein Tsunami einen der größten Reaktorunfälle im Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Anfang Februar wurden im havarierten Kraftwerk Strahlungen so hoch wie seit der Katastrophe nicht mehr gemessen. SWR Korrespondent Jürgen Hanefeld in Tokyo zum aktuellen Stand“ (swr2).

Link: http://www.swr.de/swr2/wissen/neue-hoechstwerte-im-unglueksreaktor-fukushima/-/id=661224/did=18993856/nid=661224/1438afu/index.html


Suzuki Tomohiko "Inside Fukushima. Eine Reportage aus dem Innern der Katastrophe"

Im Februar 2017 erscheint im Assoziation A Verlag mit Suzuki Tomohikos Inside Fukushima. Eine Reportage aus dem Innern der Katastrophe ein von der Japanologie Leipzig fertiggestelltes Buchprojekt, bei dem die vom investigativen Journalisten Suzuki aufgedeckten Verbindungen zwischen Yakuza, Atomindustrie und japanischen Politikern erstmalig ins Deutsche übersetzt wurden. Verantwortlich für die deutsche Übersetzung sind die JapanologInnen Felix Jawinski (Leipzig), Heike Patzschke (Köln) und Steffi Richter (Leipzig). Mit einem Vorwort des Journalisten und Schriftstellers Günter Wallraff sowie einem Nachwort des Physikers und Bürgerrechtlers Sebastian Pflugbeil. Aus der Verlagsankündigung:

"Er (Suzuki) hat sich nach dem verheerenden Bersten der Atommeiler in Wallraff'scher Manier als Leiharbeiter über die »Putzkolonnen« ins Innere des Desasters geschlichen – bis er aufflog. Ausgestattet mit Minikameras in Armbanduhr, Brille und einem »Tabaketui« filmte er den desaströsen Zustand im Innern der Gebäude, erfuhr von verstörenden Vorkommnissen und war Zeuge kafkaesker Abläufe, verrichtet von weiß gekleideten Gestalten, die ebenso eingespielt wie enigmatisch erschienen und über deren Effizienz sich nur mutmaßen ließ".

Einen einführenden Kommentar von Steffi Richter zum Thema Atomkraft und Yakuza sowie dem Übersetzungsprojekt gibt es hier:

http://www.textinitiative-fukushima.de/media/Dokumente/TIF_Vorstellung.Suzuki.end.16.11.04.pdf

Die Publikationsankündigung des Assoziation A Verlag zum Buch findet sich hier: http://www.assoziation-a.de/buch/196

Bereits im Dezember 2011 wurden auf der Seite der Textinitiative die Enthüllungen Suzukis kommentiert: http://www.textinitiative-fukushima.de/pages/projekte/japanologie-frankfurt/textkommentare/suzuki-tomohiko


Warme Suppe von der Drohne – eine Weltpremiere

„Weltpremiere von Lieferdrohnen-Testflug in Minamisoma

Am gestrigen Donnerstag fand auf dem Strand an der Küstenseite der Stadt Minamisoma eine Weltpremiere der Drohnentechnologie statt, als eine Flugdrohne erstmals autonom eine Strecke von zehn Kilometern flog und dabei eine Lieferung durchführte. An dem Projekt arbeiteten das Industrieministerium (METI), eine Organisation zur Entwicklung neuer Technologien (NEDO) und die Präfektur Fukushima zusammen. Unter Kooperation mit einem Lieferdienst wurde eine Drohne vom Typ „ACSL-PF1“ vom Robotertestgelände Hamadori über zwölf Kilometer zum beliebten Surfgebiet Kitaizumi geschickt. Das Gerät benötigte bei einer Geschwindigkeit von 43 Km/h insgesamt 12 Minuten, um den dort wartenden Personen einen Behälter mit warmer Suppe zu liefern. Der Bürgermeister Katsunobu Sakurai hofft, durch das erfolgreiche Experiment das Interesse von Wissenschaftler und Unternehmen, auf die Entwicklung und Erprobung von Robotertechnologie im Gebiet seiner Stadt lenken zu können. Japan verfügt nur über wenig Testgebiete für Drohnenversuche über Langdistanzen, so dass man hofft, die Anlage in Fukushima könne zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung der Region beitrage“. (Spreadnews, 13. Januar 2017)

Links: 

http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-positive-dekontaminationsprognosen-fragwuerdig/1151785/

http://www.japantimes.co.jp/news/2017/01/12/national/world-first-drone-delivers-soup-surfers-off-fukushima-prefecture/#.WHx03rn6i20


Lapras bringt Geld nach Fukushima

„Die Lapras lockten allein in der Stadt Ishinomaki ungefähr 100.000 Touristen an, die gaben 2 Milliarden Yen aus, das sind umgerechnet 16,3 Millionen Euro. Die Zahlen stammen von der Miyagi-Präfektur.“  (mein-mmo.de, 22. Dezember 2016)

Lapras: About - Die Menschen sind dafür verantwortlich, dass Lapras fast ausgestorben wäre. Abends singt es traurige Klagelieder, da nur noch wenige seiner Artgenossen übrig sind.

 

Links:
http://mein-mmo.de/pokemon-go-lapras-event-beschert-fukushima-region-16-millionen-euro/
http://mein-mmo.de/pokemon-go-lapras-event-japan/
https://pokefans.net/spiele/pokemon-go/pokemon/lapras
https://pokemon.gameinfo.io/de/pokemon/131-lapras
https://www.nintendolife.com/news/2016/12/pokemon_go_lapras_event_raises_usd
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7_million_in_tourist_revenue_for_tsunami-hit_japanese_region

PS.: Lapras waren auch in Bayern:  Lapras vor Neuschwanstein gesichtet
Vor Neuschwanstein im Allgäu wurde bereits das seltene Pokémon Lapras gesichtet. Aber auch an der technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität, am Regensburger Dom und im Englischen Garten in München wurden schon seltene kleine Monster entdeckt. (Die Polizei mahnte zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr. Damit jeder sicher ans Ziel kommt, hatte die BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH (by.TM) einen fortlaufenden Bayern-Reiseführer für Pokémon GO-Fans aufgesetzt.)


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