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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

 Nukleare Narrationen 2

Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" ist rechtzeitig zum achten Jahrestag der Dreifachkatastrophe im März 2019 erschienen. Die Redaktion widmet sich nun dem Projekt „Olympia 2020 Tôkyô und Fukushima – Die Spiele der Weltrisikogesellschaft“. Bedingt durch diese und andere Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach ‚Fukushima‘“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Olympia 2020 und der Corona Virus Ӏ Covid-19

In aktuellen Meldungen zum Thema heißt es:

„Die Olympischen Spiele in Tokio sollen weder abgesagt noch verschoben werden. Das bekräftigen die Organisatoren sechs Monate vor Beginn der Spiele - trotz der Ausbreitung des Coronavirus. Dennoch bleiben Bedenken.“

 „Vom 24. Juli bis 9. August finden in Japan die Olympischen Sommerspiele statt, das steht fest - zumindest nach dem festen Willen der Organisatoren von Tokio 2020. Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus‘ bekräftigte der Chef des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, am Donnerstag zu Beginn eines Vorbereitungstreffens mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Tokio, dass die Planung für die Spiele nicht beeinträchtigt werde.

"Da jede Menge unverantwortlicher Gerüchte im Umlauf sind, will ich noch einmal klarstellen, dass wir eine Verschiebung oder Absage nicht in Erwägung ziehen", betonte Mori zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung. Man werde mit der japanischen Regierung zusammenarbeiten und "ruhig" mit jeglichen Problemen infolge des neuartigen Virus' umgehen.“ (DW.com, 13.2.2020)

Links: https://www.dw.com/de/olympia-absage-trotz-coronavirus-kein-thema-in-japan/a-52364450
https://www.dw.com/de/coronavirus-wirft-schatten-auf-tokio-2020/a-52174655
https://www.tagesschau.de/ausland/olympia-japan-coronavirus-101.html
https://www.n-tv.de/sport/Olympia-soll-trotz-Coronavirus-stattfinden-article21574416.html
https://edition.cnn.com/2020/02/06/asia/japan-coronavirus-fears-olympics-hnk-intl/index.html


Ein hochkarätiges Forschungsprojekt zur Geschichte der IAEA an der TU Berlin

Die Themenstellung des Projekts lautet:

Living with Radiation turns our attention to nuclear diplomacy as a means for understanding how our scientific knowledge about radiation protection has been shaped by diplomatic, social, economic, and political concerns. Our research marks a diplomatic turn in history of science.“

Die Aufgaben sind:

„study the historical role of the IAEA in shaping radiation protection, explore societal concerns around radiation protection, analyze the multiplicity of nuclear diplomacies, prepare policy recommendations on science diplomacy“

Die Forschungen leitet:

„Maria Rentetzi, Professor at the Technical University Berlin, is an internationally acknowledged historian of science and technology who runs a 2 million ERC consolidator grant (2019-2024) on the history of radiation protection and nuclear diplomacy. Her research cuts across traditional disciplinary divides, bringing humanities closer to the physical sciences. Professor Rentetzi is currently building her ERC team, a highly international group of male and female scholars who will support her research project.“

Homepage: https://iaeahistory.weebly.com/

Blog: https://iaeahistory.weebly.com/our-blog

Stellenangebot: https://iaeahistory.weebly.com/uploads/6/7/8/6/67866369/hrp-iaea-phd02.pdf


Zum Tod von Gudrun Pausewang

Zum Tod von Gudrun Pausewang (1928-2020) bemerkt  Spiegel Kultur: „Zu ihren größten Erfolgen zählen "Die letzten Kinder von Schewenborn" (1983) und der Roman „Die Wolke" (1987) über die Folgen eines fiktiven Atomreaktorunfalls. Das Buch wurde ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum Bestseller und 2006 auf die Kinoleinwand gebracht. In ihrem letzten Werk ("So war es, als ich klein war", 2016) hielt sie ihre Kindheitserinnerungen fest.

Im Ruhestand zog es Pausewang noch einmal zurück an die Universität. 1998 wurde sie schließlich an der Goethe-Universität in Frankfurt mit der Dissertation "Vergessene Jugendschriftsteller der Erich-Kästner-Generation" promoviert. Anschließend forschte sie weiter, 2005 erschien ihre Arbeit "Die Kinder- und Jugendliteratur des Nationalsozialismus als Instrument ideologischer Beeinflussung".

Die Kämpfe um Trinkwasser und Nahrung, die Schere zwischen Arm und Reich, die Atomindustrie und der Klimawandel bereiteten der Schriftstellerin große Sorgen, sagte sie vor fünf Jahren in einem Interview mit dem "Nido"-Magazin. Dabei wisse man bereits seit den Siebzigerjahren von diesen Problemen. "Aber bisher ist sehr wenig geändert worden. Zu wenig! Man überlässt die Probleme einfach der nächsten Generation!"

Links: https://www.spiegel.de/kultur/literatur/gudrun-pausewang-ist-tot-die-wolke-autorin-mit-91-jahren-gestorben-a-3c1ef2d3-5f6b-4d24-9f5a-58c172fa61a0

http://www.buchgestaltung-online.de/Leseproben/Leseprobe_Nukleare_Narrationen_2.pdf (Iris Schäfer zu Gudrun Pausewang)


Fukushima: Das Problem des kontaminierten Wassers

„Fast neun Jahre nach dem Reaktorunglück in Fukushima ist unklar, was mit dem kontaminierten Wasser passieren soll. Der neueste Plan ist, es ins Meer zu kippen. Fischer und Anwohner fürchten Umweltschäden.“ (Welt 2020)

Links: https://www.welt.de/politik/ausland/article205510643/Fukushima-Japan-will-1-2-Millionen-Tonnen-radioaktives-Wasser-ins-Meer-leiten.html

https://www.japantimes.co.jp/news/2020/01/31/national/japan-meti-fukushima-radioactive-water-sea/#.XjWh2CMxnv0

https://www.counterpunch.org/2019/09/16/fukushimas-radioactive-water-crisis/


Zustand des radioaktiv belasteten Abfalls in Tôhoku – Pflanzen wachsen aus den schwarzen Säcken

„The Truth About Radiation in Fukushima - Despite government claims, radiation from the 2011 nuclear disaster is not gone“

„Many rural residents have criticized the actual efficacy of the decontamination projects. For instance, vinyl bags are now starting to break down due to the build-up of gas released by rotten soil. Plants and flowers have also started to grow inside the bags, in the process tearing them apart. With weather factors, residual radioactivity inside the bags will eventually be scattered back into the environment“ (The Diplomat, Maxime Polleri 2019)

Link: https://thediplomat.com/2019/03/the-truth-about-radiation-in-fukushima/


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