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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Aktuelles

Plutonium-Management Japan

"As of the end of 2021, the total amount of separated plutonium both managed within and outside of Japan was approximately 45.8 tons, approximately 9.3 tons of which was held domestically and the rest of approximately 36.5 tons was held abroad." (IPFM BLOG)

https://www.aec.go.jp/jicst/NC/sitemap/pdf/kanri230718_e.pdf (The Status Report of Plutonium Management in Japan, Office of Atomic Energy Policy, 2022)
(Suzuki Tatsujiro, Dezember 2023)

Atomwaffen im Test

"South Korea, Japan and the United States staged long-planned joint naval exercises involving an American aircraft carrier to ensure readiness against nuclear and missile threats from North Korea, Seoul's navy said on Friday. North Korea has been accelerating weapons development, testing solid-fuel hypersonic missiles last week, and leader Kim Jong Un said on Wednesday now was the time to be more prepared for war than ever, citing an unstable geopolitical situation." (Reuters)

"Nordkorea hat laut Angaben des südkoreanischen Militärs mehrere Raketen abgefeuert. Die Raketen seien nach dem Start am Montagmorgen (18. 3.) in der Region um die Hauptstadt Pjongjang etwa 300 Kilometer weit geflogen, teilte der Generalstab in Seoul mit. Sie seien zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan ins Meer niedergegangen. Es handele sich vermutlich um ballistische Kurzstreckenraketen. Weitere Daten würden noch ausgewertet. Japan habe drei Raketen erfasst, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Tokio." (NZZ)

Links: https://www.reuters.com/world/asia-pacific/south-korea-japan-us-hold-naval-drills-amid-nkorea-threats-2024-04-12/  (Reuters, 12. April 2024)

https://www.nzz.ch/international/atomstreit-mit-nordkorea-die-aktuellen-ereignisse-ld.1399947 (NZZ, 28.März 2024, Auszug /zugangsbeschränkt)


"Oppenheimer"-Rezeption in Japan

"Gut acht Monate nach dem Kinostart in den USA ist der mit dem Oscar ausgezeichnete Film „Oppenheimer“ über den Atombomben-Erfinder nun auch in Japan zu sehen. Die Premiere in dem Land ging mit Bedenken einher, weil der Film ein für Japanerinnen und Japaner sensibles Thema behandelt."

"Der frühere Bürgermeister von Hiroshima, Takashi Hiraoka, hielt eine Ansprache bei einer Preview-Veranstaltung in der Stadt. Er kritisierte, dass der Film Aspekte weggelassen habe: „Aus Sicht Hiroshimas wurde der Schrecken von Atomwaffen nicht ausreichend gezeigt.“ Er ergänzte, der Film verleihe der Schlussfolgerung Gültigkeit, dass die Atombombe genutzt worden sei, um Amerikanern das Leben zu retten.

Kazuhiro Maeshima, Politologe an der Sophia-Universität, sagte, der Film sei Ausdruck „eines amerikanischen Gewissens“. Das Land habe sich auf dramatische Weise verändert, denn vor einigen Jahrzehnten sei es noch undenkbar gewesen, dass die Geschichte Oppenheimers in einem großen Hollywood-Film erzählt wird. Amerikanern sei es damals um eine Rechtfertigung von Atomwaffen gegangen."

(Deutschlandfunk, 31. März 2024)

Links: https://www.deutschlandfunk.de/oppenheimer-premiere-in-japan-kritik-an-hiroshima-bombardierungsszene-100.html
https://edition.cnn.com/2024/04/01/style/japan-oppenheimer-release-nuclear-intl-hnk/index.html
https://www.deutschlandfunkkultur.de/oppenheimer-kommt-in-japan-doch-ins-kino-100.html


Rückblick: Fukushima Zeitzeugengespräch – Vortrag und Diskussion mit Akiko Yoshida und Rika Takagi

Zum 12. Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima wurde an der Technischen Hochschule Lübeck am 14. März 2023 um 16 Uhr ein Vortrag mit anschließender Diskussion ausgerichtet.

Beteiligt waren:
Rika Takagi, Zeitzeugin, 1998 in der Präfektur Fukushima geboren, Studium an der Keio University in Japan.
Akiko Yoshida, vertritt in der Diskussionsrunde die NGO Friends of the Earth Japan.

Link: https://www.kulturfunke.de/event/fukushima-zeitzeugengespraech-vortrag-und-diskussion-2171


Rezension zu Sôkyû Gen‘yûs „Geschichten aus Fukushima“

"Sôkyû Gen‘yû (*1956), der seit geraumer Zeit in der Nachfolge seines Vaters einen Tempel in der Stadt Kôriyama leitet, zählt zu den repräsentativen Schriftstellern der sogenannten shinsaigo bungaku (Post-Erdbebendesaster-Literatur). Der japanische Kulturjournalismus hatte diese Sondersparte nach den Ereignissen von Fukushima ausgerufen. Neben dem Twitter-Dichter Wagô Ryôichi (*1968) und dem Romancier Furukawa Hideo (*1966) ist Gen‘yû einer der Vertreter der unmittelbar betroffenen Region in Nordostjapan; als Literat debütierte er schon in den 2000er Jahren. Anders als Kenzaburô Ôe, der „Fukushima“ aus der Perspektive einer Nation mit atomarer Erfahrung sowie im internationalen Rahmen einordnete, schildert der Autor und Priester „3/11“ aus regionaler Sicht. Sein Thema ist also „Fukushima von innen“. Während er im dokumentarischen Essayband Fukushima ni ikiru (2011; „In Fukushima leben“) soziale, politische und ethische Problemlagen anspricht, schreibt Gen‘yû in den fiktionalen Texten der Anthologie Der strahlende Berg. Geschichten aus Fukushima darüber, wie sich die Dreifachkatastrophe als Faktor familiärer Spaltung, gesellschaftlicher Erosion und individueller Identitätskrisen bemerkbar macht [...]"

Lisette Gebhardt für literaturkritik.de, 11. März 2024


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