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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

PUBLIKATIONEN JAPANOLOGIE FRANKFURT (2021) IN VORBEREITUNG

Die Studie "Japanische Literatur nach Fukushima. Sieben Exkursionen" ist nun in der Druckvorbereitung! Auf den über 460 Seiten des Bandes werden zahlreiche Autoren und Autorinnen der zeitgenössischen japanischen Literatur mit ihren Texten zu Themen wie Natur und das Nukleare, Atomhavarie und „belastete Atmosphären“, Leben im „toxischen Kontinuum“ sowie „Im Post-Anthropozän: Die Erde ohne uns“ u.a. vorgestellt. Unter ihnen sind bekannte Namen – Tsushima Yûko, Kawakami Hiromi, Tawada Yôko, Kirino Natsuo und Murata Sayaka – aber auch bislang meist nur in Japan gelesene Vertreter der Literaturszene wie Yoshimura Manʼichi, Isaka Kôtarô, Itô Seikô, Kobayashi Erika und Onda Riku. Auch Schriftsteller aus der von der Dreifachkatastrophe am stärksten betroffenen Region, z.B. Genʼyû Sôkyû und Kimura Yûsuke, kommen zu Wort, ebenso wie eine ältere Autorengeneration, die mit ihren literarischen Kommentaren die Machtverhältnisse im „Atom-Staat“ kritisiert und an die Grundlagen eines Demokratieverständnisses erinnert, wie es für die Nachkriegszeit prägend war. Leitfrage der Textexegesen ist, inwieweit und auf welche Art die literarische Repräsentation von „3.11“ eine – in Abgrenzung zum offiziellen Narrativ der Katastrophe durch Regierung und Medien – alternative oder subversive Deutung der Geschehnisse bietet.

Aktuelles

Vortrag Goethe-Universität: Feldforschung 'Fukushima'

Der Japanologe & Journalist Andreas Singler spricht am 15. April 18 Uhr zum Thema "Feldforschung 'Fukushima': Die Dreifachkatastrophe 2011 und die Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan”

Der Vortrag an der Japanologie Frankfurt ist für alle Interessierten frei zugänglich.
Zoom Meeting-ID: 915 3853 2060


AKW FUKUSHIMA - Wasser soll ins Meer abgeleitet werden / April 2021

Nach jahrelangen Untersuchungen und Debatten wird sich die japanische Regierung in Kürze wohl dafür entscheiden, kontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten."

"Wasser, das sich in dem vor zehn Jahren havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi angesammelt hat beziehungsweise zur Kühlung verwendet wurde, wird wohl bald ins Meer geleitet werden. Die japanische Regierung werde am Dienstag offiziell einen Plan dafür verabschieden, berichten japanische Medien, darunter die Nachrichtenagentur Kyodo, aus eingeweihten Kreisen."

"Eine Entscheidung über die Entsorgung des Wassers sollte eigentlich schon im vergangenen Herbst fallen, die japanische Regierung verschob sie aber wegen großen Diskussionsbedarfs. Bedenken hatten die örtliche Fischerei sowie auch Südkorea und China geäußert. Diese beiden Länder fordern von Japan, dass der Prozess der Wasserentsorgung sorgfältig und transparent vollzogen wird. China und Südkorea schränken die Einfuhr japanischer Agrar- und Fischereierzeugnisse seit der Atomkatastrophe ein."

(Heise Online, Andreas Wilkens / 9. April 2021)

Link: https://www.heise.de/news/AKW-Fukushima-Tritium-Wasser-soll-ins-Meer-geleitet-werden-6010551.html


Zum Dezennium: Bürgerbewegungen nach 3.11 / Dialog Misao Redwolf und Oguma Eiji im März 2021

福島原発事故から10年 ー3.11後の市民運動/映画【首相官邸の前で】上映会〜小熊英二監督を迎えて〜

Oguma Eijis Film  映画「首相官邸の前で」(Shushō kantei no mae de)
Tell the Prime Minister : https://www.youtube.com/watch?v=cJbOKqoFhx4  (2015)

Links: https://www.youtube.com/watch?v=ACY4sCRq7r4&feature=youtu.be ;
https://20210311.genjiren.com/
Eine Veranstaltung von GENJIREN / 原発ゼロ・自然エネルギー100世界会議


"Die gespaltene Gesellschaft" - Radiofeature ORF 2021

Judith Brandner im Gespräch mit Steffi Richter,
Japanologin (eine Woche lang nachhörbar...)

Link: https://oe1.orf.at/player/20210311/630950


"Fukushima" in künstlerischen Repräsentationen - Zum Dezennium 2021

Vor zehn Jahren ereignete sich in Japan die Katastrophe von Fukushima. Wie erinnern Künstler und Künstlerinnen heute daran?

Beitrag von Barbara Geschwinde
WDR 3 Kultur am Mittag |  11.03.2021 | Verfügbar bis 11.03.2022

Link: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kultur-am-mittag/audio-kuenstlerinnen-erinnern-an-fukushima-100.html


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