Sie sind hier: Aktuelles

Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

 Nukleare Narrationen 2

Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" ist rechtzeitig zum achten Jahrestag der Dreifachkatastrophe im März 2019 erschienen. Die Redaktion widmet sich nun dem Projekt „Olympia 2020 Tôkyô und Fukushima – Die Spiele der Weltrisikogesellschaft“. Bedingt durch diese und andere Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach ‚Fukushima‘“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Olympia mit erhöhter Radioaktivität

„Am Startpunkt für den Fackellauf der olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace deutlich erhöhte Radioaktivität gemessen. Demnach liege die Strahlenbelastung am 20 Kilometer von Fukushima entfernten Sportzentrum mit bis zu 1,7 Mikrosievert pro Stunde deutlich über den zulässigen Grenzwerten. Erlaubt seien 0,23 Mikrosievert, in Tokio sogar nur 0,04. Der Betreiber des 2011 von der nuklearen Katastrophe betroffenen Kernkraftwerkes gab hingegen bekannt, man habe die betroffenen Punkte der Region auf Anweisung des Umweltministeriums gereinigt.
Die zweiten Sommerspiele in Japan nach 1964 starten am 24. Juli 2020.“ (Deutschlandfunk, 5. 12. 2019)

Links: https://www.deutschlandfunk.de/greenpeace-radioaktive-hotspots-am-olympischen.2851.de.html?drn:news_id=1077104
ttps://www.focus.de/sport/mehrsport/olympia-2020-greenpeace-radioaktive-hotspots-nahe-des-starts-des-fackellaufs_id_11423609.html
http://www.antiatom-fuku.de/olympia-2020-in-japan.html
https://www.ausgestrahlt.de/blog/2019/09/16/nukleare-muellhalde-bekommt-olympia-fackel/


Papst mahnt Unterstützung für die Bewohner von „Fukushima“ an

„Nach einem Treffen mit Überlebenden sagte er in Tokio, Bewohner der Region fühlten sich vergessen. Franziskus brachte auch die Sorge vor der Nutzung der Atomenergie zur Sprache, ohne sich allerdings klar zu positionieren. Die katholischen Bischöfe Japans hatten jüngst einen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert.“ (Deutschlandfunk)

„Der Papst erwähnte, dass sich japanische Bischöfe im Vorfeld besorgt über die fortdauernde Nutzung der Kernenergie im Land geäußert und eine Abschaffung der Atomkraftwerke verlangt hatten. Explizit zu eigen machte er sich die Forderung nicht.“ (Deutsche Welle)

Links: https://www.deutschlandfunk.de/japan-papst-fordert-mehr-hilfe-fuer-fukushima-opfer.2850.de.html?drn:news_id=1073582
https://www.dw.com/de/papst-fordert-solidarit%C3%A4t-mit-fukushima-opfern/a-51396170


Rückblick: Vortrag von Eiichi Kido

Eiichi Kido (Universität Osaka / Politikwissenschaft) kommentiert in seinem deutschen Vortrag (14.09.2019 Auslandsgesellschaft Dortmund) „Fukushima: ‚Alles unter Kontrolle.‘ Medienstrategie der japanischen Regierung“ unter anderem den Film Shinbun kisha (Die Zeitungsreporterin; Buchvorlage von Isoko Mochizuki 望月衣塑子 (*1975) / Tokyo Shinbun) vom Juni 2019: „Realistische Darstellung von Cabinet Intelligence and Research Office: Manipulation der Informationen, indem mehr als10 Angestellte für die Regierung günstige Informationen eifrig ins Netz stellen. „Es reicht, wenn dieses Land nur formell demokratisch ist.“

Links: https://akjapanhome.files.wordpress.com/2018/12/1.-vortragsppt-eiichi-kido.pdf
https://akjapan.home.blog/2018/12/30/hiroshima-nagasaki-und-fukushima/
https://www.youtube.com/watch?v=5AiFudgb6uI:

„Synopsis for Michihito Fujii's The Journalist (Shinbun kisha) from Kadokawa International Sales (Kadokawa Corporation / K.K. Kadokawa): "A Tokyo newspaper reporter named Yoshioka (Shim Eun Kyung) receives an anonymous fax about a confidential construction project for a new university. Raised in the US with a Japanese father and Korean mother, she has a very personal drive in her work as a journalist, and is determined to find the truth. Meanwhile, Sugihara (Tori Matsuoka), a bureaucrat at the Cabinet Information Research Office, finds himself torn. In contrast to his conviction to 'serve the people', he is given the duty to control any type of news that may be inconvenient to the current administration..."
http://asianwiki.com/The_Journalist
https://www.japantimes.co.jp/culture/2019/06/26/films/film-reviews/journalist-uncovering-dark-side-japan/#.XdYg9NUxlZg: „The media’s handling of the 2011 Fukushima nuclear disaster, in particular, convinced a generation of online warriors that most news organizations weren’t so much speaking truth to power as speaking whatever the people in power wanted them to. There’s ample drama to be found in the relationship between the government and the press, and “The Journalist” is a brave, well-intentioned attempt to package it into a conventionally entertaining thriller. That a film like this even exists is heartening, even if the end product is far from perfect.“ (Japan Times)

https://www.nytimes.com/2019/07/05/world/asia/japan-media.html (New York Times; „something of a folk hero for press freedom in Japan“, July 2019)
https://ja.wikipedia.org/wiki/望月衣塑子


Schlechte Aussichten für AKWs? World Nuclear Industry Status Report

Der World Nuclear Industry Status Report 2019, der auch von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES unterstützt wird, gibt einen umfassenden Überblick über die Situation der Atomindustrie weltweit. Die diesjährige Ausgabe legt einen Fokus auf die Atomkraft als vermeintliche Lösung gegen den Klimawandel. Darin wird aufgezeigt, dass Atomkraftwerke zu teuer sind und zu langsam gebaut werden können, um fossile Energieträger zur Begrenzung des Klimawandels zu ersetzen.“ (ee news 2019)

Links: https://eu.boell.org/en/2019/02/11/world-nuclear-industry-status-report
https://www.ee-news.ch/de/erneuerbare/forschung/article/42068/world-nuclear-industry-status-report-2019-neue-akw-zu-teuer-und-zu-wenig-schnell-umsetzbar
https://en.wikipedia.org/wiki/World_Nuclear_Industry_Status_Report
https://www.fr.de/wirtschaft/analyse-langsamer-tod-fukushima-11726492.html

 


Fukushima als Region für global player

NRW-Medizintechnikunternehmen präsentieren sich im November in Fukushima

Neben dem zweitgrößten Medizintechnik Hersteller ,,Johnson & Johnson", haben auch noch weitere große Unternehmen wie die US-Firma ,,Becton Dickinson" und ,,Olympus" Standorte in Fukushima. Die Vorteile der Präfekrut Fukushima wurden somit bereits von globalen Playern anerkannt und genutzt. Gemeinsam mit NRW.International ist der IVAM Fachverband für Mikrotechnik als Aussteller vor Ort und betreut dort auch Unternehmen, die auf dem NRW-Gemeinschaftsstand ausstellen.

 Welche Vorteile haben Teilnehmer?

  • Durch das Kennenlernen der Atmosphäre des Investment- und Unterstützungssystems in der Präfektur Fukushima können Sie die dortigen Möglichkeiten zur Entwicklung und Fertigung von medizinischen Vorrichtungen untersuchen und einschätzen
  • Mithilfe von Ausstellungen und Business Matching können Sie ein Netzwerk sowohl mit der Präfektur Fukushima als auch mit japanischen Unternehmen, mit herausragenden Technologien, schaffen
  • Sie können vor den Besuchern für die Produkte Ihres Unternehmens und für Ihre Dienste werben

 Wer kann sich bewerben?

  • Deutsche Unternehmen mit Hauptsitz, Zweitsitz oder Fertigungsstandort in Nordrhein-Westfalen
  • Hersteller von medizinischen Vorrichtungen, Gerätschaften oder deren Teilen, die daran interessiert sind Geschäftsbeziehungen mit japanischen Unternehmen aus Fukushima aufzubauen und/oder in die Präfektur Fukushima investieren wollen
  • Geschäftsführer oder Angestellte mit der Berechtigung Unternehmensentscheidungen zu treffen (Empfehlung)“

Link: https://www.ivam.de/events/medical_creation_fukushima_2019


Besucher gesamt: 228.044