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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

PUBLIKATIONEN JAPANOLOGIE FRANKFURT (2021)

In Vorbereitung der Redaktion ist nun der Band von Christian Chappelow, der sich Wakamatsu Jōtarō (1935-2021), dem "Propheten" der atomaren Havarie von Fukushima, widmet. Seit Mitte der 1990er Jahre macht sich der Lyriker und Essayist, geprägt von den Eindrücken einer Reise nach Tschernobyl, Gedanken über die möglichen Folgen der Kernenergienutzung in seinem Land. Das Eintreten seiner literarischen Vorahnungen brachte dem über achtzigjährigen Wakamatsu nach 2011 eine – von ihm sicher so nicht gewünschte - große Bekanntheit und den späten Erfolg seines Werks. Die Publikation wird Anfang 2022 erscheinen.

Aktuelles

Wiederentdeckt "Das Miniatom-Projekt" - Ein Lektürehinweis

Inhalt des Romans von Richard M. Weiner: "Der Physiker Trevor McCallum entdeckt, wie man durch Änderung einer Naturkonstante Atome und Lebewesen miniaturisieren kann. Damit könnten die Energie- und Rohstoffprobleme der Menschheit gelöst werden. Der Beweis, dass die Idee umgesetzt werden kann, erfordert schwierige Rechnungen am Computer. Sie und das Eindringen eines KGB-Hackers belasten Trevors Nerven. Zum Computer entwickelt er eine Liebes- und Hass-Beziehung. Er erscheint ihm als Verkörperung mal des Guten, mal des Bösen. Als Trevor tot am Computer aufgefunden wird, steht die Genfer Polizei vor einem Rätsel: War es Selbstmord? War es Mord?"

"(....) Der Autor im Juli 2012 nach den spektakulären Zeitungsmeldungen über die vermutliche Entdeckung des Higgs-Teilchens am Kernforschungszentrum Cern über sein Buch: 'Hier kann der neugierige Leser einen Vorgeschmack finden, wofür das vor kurzem am Cern entdeckte Higgs Teilchen gut ist. Und nicht zuletzt ein Gefühl dafür bekommen, warum es so schwierig war und mehr als 20 Jahre gedauert hat, dieses Gottesteilchen einzufangen.'"

Link: https://literaturwissenschaft.de/buch/das-miniatomprojekt.html


Stellenausschreibung: Professur für Technik- und Umweltgeschichte (Bochum)

1 Universitätsprofessur (w/m/d) (W2) für Technik- und Umweltgeschichte / 1 Professorship (f/m/d) (W2 on the German Salary Scale) for the History of Technology and the Environment
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Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Geschichtswissenschaften), 44801 Bochum (Deutschland)
01.10.2022
Bewerbungsschluss: 16.01.2022

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungsuniversitäten in Deutschland. Als reformorientierte Campusuniversität vereint sie in einzigartiger Weise die gesamte Spannbreite der großen Wissenschaftsbereiche. Das dynamische Miteinander von Fächern und Fächerkulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleichermaßen besondere Chancen zur interdisziplinären Zusammenarbeit.

Die/der zukünftige Stelleninhaber:in soll das Forschungsgebiet in ganzer Breite und internationaler Sichtbarkeit unter Einbezug kulturwissenschaftlicher und wissensgeschichtlicher Fragestellungen vertreten.

Die Professur soll inhaltliche Expertise zu Fragen der Ressourcengewinnung und -verwendung (Technik, Technik- und Wissensressourcen, Auswirkungen technologischer Prozesse auf die Umwelt etc.) in historischer Perspektive beisteuern. Durch den Einbezug von Fragen zu Arbeitstechniken, Wissen über Arbeitsvorgänge, -methoden und gesellschaftliche Auswirkungen soll sie die Fakultätsschwerpunkte „Work Matters“ und „Resources“ unterstützen und verzahnen. In der Vernetzung mit anderen Disziplinen soll sie eine Scharnierfunktion insbesondere zu technik- und naturwissenschaftlich ausgerichteten Fächern einnehmen. Zudem soll sie dazu beitragen, die geschichtswissenschaftliche Perspektive in die aktuellen Debatten einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt einzubringen. (...)

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, wissenschaftlicher Werdegang, Publikationsliste, Zeugnisse/Urkunden, Lehrveranstaltungsverzeichnis), dem Bewerbungsbogen der RUB (herunterzuladen unter http://www.gw.ruhr-uni-bochum.de/aktuelles/stellen.html.de) sowie einem Konzept zu Forschung und Lehre werden bis zum 16. Januar 2022 ausschließlich per E-Mail in einer pdf-Datei erbeten an den Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum, dekan-gw@rub.de.


Roboter auf Rettungsmission - Ein Bericht vom Robotereinsatz in Fukushima

Ein Dialog zwischen Lake Barrett und Lesley Stahl:

("Lake Barrett is a nuclear engineer and former Department of Energy official who oversaw the cleanup of the worst nuclear accident in U.S. history, Three Mile Island. He was hired as a senior adviser by TEPCO, the Tokyo Electric Power Company that owns the plant and is in charge of the effort to find the missing fuel. He's also advising on the development of new robots like this six-legged spider robot that engineers are designing to hang from scaffolding and climb onto equipment.")

Lake Barrett: (...) The Little Sunfish swam thru this portal, down into this area, it went around the side. It went down through this grating, which was gone. We are standing directly underneath the reactor vessel. Molten fuel came through here and it jetted out under very high pressure. And then it came out slowly like a lava in a volcano, and it fell down and burned its way through this grating down to the floor.

This is what Little Sunfish saw as technicians guided it through the pipes and hatchways of the flooded interior. It beamed back images revealing clumps of debris, fuel rods, half-destroyed equipment and murky glimpses of what looks like solidified lava -- the first signs, TEPCO officials say, of the missing fuel. 

Lake Barrett: These robotic steps so far have been significant steps. But it is only a small step on a very, very long journey."

Link: https://www.cbsnews.com/news/robots-fukushima-daiichi-nuclear-disaster-60-minutes-2021-07-11/ (CBS, 11. Juli 2021)


Der frühere Premierminister Abe agiert aus dem Hintergrund: Amari Akira wird LDP-Generalsekretär

Fumio Kishida, aktueller LDP-Vorsitzender und Premierminister Japans, hatte während seiner Kandidatur eine Abkehr vom seit zwei Dekaden gefahrenen neoliberalen Kurs und einen "neuen Kapitalismus" angekündigt. Sein innerparteilicher Konkurrent Kōno Tarō 河野太郎 (*1963) votierte für den Ausstieg aus der Atomenergie, was u.a. Abe dazu bewog, Kishida zu unterstützen. Damit konnte Abe weiter indirekt seine Interessen durchsetzen, was - mit der Installation des Amari Akira 甘利明 (*1949) - auch einen pro-atomaren Kurs bedeutete:

"Der Shinzo Abe nahestehende Akira Amari, ein lautstarker Befürworter der Atomkraft und früherer Wirtschaftsminister, der aufgrund von Korruptionsvorwürfen 2016 hatte zurücktreten müssen, erhielt den einflussreichen Posten des LDP-Generalsekretärs."

(Sven Saaler, IPG Newsletter, 29.10. 2021)

Link: https://www.ipg-journal.de/regionen/asien/artikel/der-strippenzieher-5518/


Rolls-Royce baut bis 2030 Mini-Atomkraftwerke in Großbritannien

"Es ist in den Augen des britischen Energieministers, Kwasi Kwateng "eine einmalige Gelegenheit, mehr kohlenstoffarme Energie als je zuvor einzusetzen und eine größere Energieunabhängigkeit zu gewährleisten." Eine Anlage soll so viel Platz wie 2 Fußballfelder benötigen und eine Million Haushalte versorgen können. Die Herstellung von kleinen modularen Reaktoren sei kostensparender und schneller möglich. 

Das ist wahrscheinlich auf den Plan zurückzuführen, wonach bereits existierende Technik für nukleare Stromerzeugen mit einem neuen Modulfertigungs- und Montagesystem für die AKW-Baustellen kombiniert werden soll. 80 Prozent der Komponenten würden von britischen Produzenten beigesteuert werden, heißt es in der Mitteilung. Die Inbetriebnahme der ersten SMRs von Rolls-Royce in Großbritannien soll Anfang der 2030er-Jahre erfolgen."    (futurezone, 10. November 2021)

Link: https://futurezone.at/science/rolls-royce-baut-mini-atomkraftwerke/401800873


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