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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

PUBLIKATIONEN JAPANOLOGIE FRANKFURT (2021) IM DRUCK

Die Studie "Japanische Literatur nach Fukushima. Sieben Exkursionen" ist nun in der Druckerei. Auf den über 460 Seiten des Bandes werden zahlreiche Autoren und Autorinnen der zeitgenössischen japanischen Literatur mit ihren Texten zu Themen wie Natur und das Nukleare, Atomhavarie und „belastete Atmosphären“, Leben im „toxischen Kontinuum“ sowie „Im Post-Anthropozän: Die Erde ohne uns“ u.a. vorgestellt. Unter ihnen sind bekannte Namen – Tsushima Yûko, Kawakami Hiromi, Tawada Yôko, Kirino Natsuo und Murata Sayaka – aber auch bislang meist nur in Japan gelesene Vertreter der Literaturszene wie Yoshimura Manʼichi, Isaka Kôtarô, Itô Seikô, Kobayashi Erika und Onda Riku. Auch Schriftsteller aus der von der Dreifachkatastrophe am stärksten betroffenen Region, z.B. Genʼyû Sôkyû und Kimura Yûsuke, kommen zu Wort, ebenso wie eine ältere Autorengeneration, die mit ihren literarischen Kommentaren die Machtverhältnisse im „Atom-Staat“ kritisiert und an die Grundlagen eines Demokratieverständnisses erinnert, wie es für die Nachkriegszeit prägend war. Leitfrage der Textexegesen ist, inwieweit und auf welche Art die literarische Repräsentation von „3.11“ eine – in Abgrenzung zum offiziellen Narrativ der Katastrophe durch Regierung und Medien – alternative oder subversive Deutung der Geschehnisse bietet.

Aktuelles

Retrospektive: Japanische Politik und 3/11 (SCA)

Auf den Seiten der Society for Cultural Anthropology (SCA) findet sich aktuell eine Retrospektive auf japanische Politik im Kontext von 3/11, gesammelt von David H. Slater und Anne Allison:

"In July 2011, three months after the Tohoku tsunami and subsequent nuclear reactor destabilization, we published the first Hot Spot series on the Society for Cultural Anthropology’s website, “3.11 Politics in Disaster Japan: Fear and Anger, Possibility and Hope.” Ten years later, we asked the original contributors to reflect on the past decade, in terms of fear and anger, possibility and hope post-3.11."

Link: https://culanth.org/fieldsights/series/3-11-politics-in-disaster-japan-ten-years-later
https://culanth.org/fieldsights/3-11-the-politics-emerging-and-dissipating-ten-years-since (Einführung der Retrospektive von Slater)


Podiumsdiskussion "3.11 – 10 Jahre danach: Alles 'Under Control'?"

Am 4. Juni um 15 Uhr findet im Rahmenprogramm des Filmfestivals Nippon Connection 2021 eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema 10 Jahre nach Fukushima statt. Beteiligt an der Online-Veranstaltung sind Steffi Richter (Universität Leipzig), Sonja Ganseforth (Deutsches Institut für Japanforschung), Julia Gerster (Tohoku University / International Research Institute of Disaster Science) und Julius Weitzdörfer (FernUniversität Hagen).

Ankündigung: "Zehn Jahre nach dem verheerenden Tohoku-Erdbeben und der darauffolgenden Dreifachkatastrophe ist Japan scheinbar zur Normalität zurückgekehrt. Bis heute wird das Land jedoch von der Katastrophe geprägt. Die Online-Diskussionsrunde stellt unter anderem die Frage nach Recht und Gerechtigkeit für die Betroffenen, der Situation der Fischer*innen und des Meeres, und entwickelt dabei auch Bezüge zu aktuellen Ereignissen, wie den Olympischen Spielen und der Pandemie."

Link: https://db.nipponconnection.com/de/event/1131/311-10-jahre-danach-alles-under-control


Global Japan Forum 2021 "Fukushima Speaks" (UCLA)

"In 2021, Japan commemorates the 10th anniversary of the 2011 Great East Japan earthquake and tsunami, while facing the COVID-19 global pandemic and challenges to hold the 2020/21 Tokyo Olympics. What lies ahead? This symposium seeks to take stock of these pressing questions at this important juncture between past, present, future.

This event looks back to 2011 and the Great East Japan Earthquake. What perspectives on the past decade may yield insights for the decade ahead? How will Japan location on the “Ring of Fire”/Pacific Rim continue to influence choices made by society and its leaders?"

Friday, May 21| 5:00 - 7:30PM PDT
(Saturday, May 22 | 9:00 - 11:30AM JST)
Online - Zoom Webinar

Co-Sponsors:
UCLA Terasaki Center for Japanese Studies
Japan Studies Program at University of Washington 

Register required: https://ucla.zoom.us/webinar/register/WN_1t2DJYVBRSuh-rIskfVAhg
Website: https://www.international.ucla.edu/japan/event/15095


Vortragsreihe "Japan’s Split Society Between Genbaku and Genpatsu: Media, Propaganda and Science"

Im Rahmen der von den Japanologien Köln und Leipzig organisierten Vortragsreihe des Sommersemesters 2021 wird es in den kommenden Wochen Beiträge japanischer Forscherinnen und Forscher auf Zoom geben.  Als nächstes sprechen Yuka Tsuchiya (Kyoto) und Maika Nakao (Hiroshima) zu folgenden Themen:

3. USIS 映画と「ニュークリア」

土屋由香 教授 京都大学大学院総合人間学部人間環境学研究科
2021年5月28日(金)
日本時間:18時~19:30時ドイツ時間:11時~12:30時

USIS Films and the Topic of the “Nuclear”
Prof. Yuka Tsuchiya Graduate School of Human and Environmental Studies,
Faculty of Integrated Human Studies, Kyoto University
May 28, 2021 (Friday)
Japan time: 18:00 – 19:30 German time: 11:00 – 12:30

4.可視化/不可視化される放射線影響ー原爆被害をめぐる言説と表象

中尾麻伊香 准教授広島大学人間社会科学研究科
2021年6月11日(金)
日本時間:18時~19:30時ドイツ時間:11時~12:30時

Making Radiation Effects (In)Visible: Discourses and Representations on Atomic-Bomb Victims
Associate Prof. Maika Nakao Hiroshima University Graduate School of Humanities and Social Sciences
June 11, 2021 (Friday)
Japan time: 18:00 – 19:30German time: 11:00 – 12:30

Link: https://japanologie.phil-fak.uni-koeln.de/en/aktuelles/nachrichtenansicht/vortragsreihe-sose-2021-japans-split-society-between-genbaku-and-genpatsu-media-propaganda-and-science


Podiumsdiskussion: 10 Jahre nach Fukushima - Atomausstieg und Energiewende?

"Am 11. März 2011 ereignete sich die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Der GAU in einem technologisch führenden Land und in einer demokratisch organisierten Gesellschaft wurde gravierend anders beurteilt als der Unfall in Tschernobyl und er traf auf eine ohnehin angespannte Lage. Der Anfang der 2000er Jahre erreichte Konsens über Sicherheitsanforderungen und Betriebsdauer der Atomkraftwerke war politisch aufgekündigt worden. Nur wenige Monate vor dem Reaktorunglück hatte die Bundesregierung die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke deutlich verlängert. Die Lager waren tief zerstritten, der soziale Frieden war gefährdet. Zudem überlagerten wahltaktische Aspekte und finanzielle Konsequenzen die ethische Grundfrage nach den Risiken dieser Technologie.

In diese Atmosphäre hinein berief Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Ethik-Kommission „Sichere Energieversorgung“. Für die Beratungen der Kommission war entscheidend, dass sie sich in Dutzenden von Gesprächen und in einer 11-stündigen öffentlichen Anhörung für die Positionen und Einsichten aller Stakeholder öffnete. Auf dieser Grundlage erarbeitete die Kommission ein einmütiges Votum. Am 30. Mai 2011 beendete die Kommission ihre Arbeit mit der Übergabe des Berichtes an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Nun ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme am Runden Tisch, um die weltweite Aktualisierung der Diskussion um die Kernenergie anzuregen.

Die Sitzung des Runden Tisches wird auf dem YouTube-Kanal der Leibniz-Gemeinschaft gestreamt.
27. Mai 2021, 10.30-17 Uhr

Leibniz-Gemeinschaft
veranstaltungen@leibniz-gemeinschaft.de
www.leibniz-gemeinschaft.de

Chausseestraße 111, 10115 Berlin
Fon: +49 30 206049-46
Link: https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/veranstaltungen.html


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