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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" als zweite Edition des Projekts Nukleare Narrationen wurde nun gelayoutet und befindet sich in der letzten Korrekturphase. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Ausstellung "Nach Fukushima – Erinnern und Vergessen in Japan" vom 12.-14. Juli in Offenbach

"Die Aus­stel­lung zeigt Ar­bei­ten von den drei ja­pa­ni­schen Künst­lern und Fo­to­gra­fen Kota Takeu­chi, Jun Na­ka­su­ji und Ryoi­chi K. Maeda, die sich mit den Fol­gen des GAU im Kern­kraft­werk Dai-ichi in Fu­kus­hi­ma im März 2011 aus­ein­an­der­set­zen.

In Kurz­vor­trä­gen be­leuch­ten Chris­ti­an Chap­pe­low und Da­mi­an D. Jung­mann vom Ja­pa­no­lo­gi­schen In­sti­tut der J.​W.​Goethe-Uni­ver­si­tät, Tho­mas Stein­kopff vom Deut­schen Wet­ter­dienst sowie Kai Vöck­ler von der HfG Of­fen­bach die lan­des­spe­zi­fi­schen, phy­si­ka­lisch er­fass­ba­ren sowie kul­tu­rell un­ter­schied­li­chen Fak­to­ren des Er­in­nerns und Ver­ges­sens an­thro­po­ge­ner und natürli­cher Ka­ta­stro­phen.
Im an­schlie­ßen­den Po­di­ums­ge­spräch dis­ku­tie­ren Ryoi­chi Maeda und die Re­fe­ren­ten Fra­gen aus dem Pu­bli­kum".

Mo­dera­ti­on: Wer­ner Lorke  / Foto: Jun Na­ka­su­ji

Podiumsdiskussion und Vorträge: 12. Juli 2018, ab 18 Uhr
Ausstellung; 13. Juli 12-18 Uhr, 14. Juli 14–18 Uhr
Ort : Isenburger Schloss, linke Kapelle

Link: https://www.hfg-offenbach.de/de/calendar/nach-fukushima-erinnern-und-vergessen-in-japan#veranstaltung


Auch Adolf Muschg schreibt über Fukushima

Heimkehr nach Fukushima. Roman. 2018

„Der Architekt Paul Neuhaus, frisch verlassen, erhält eine Einladung von seinen alten Freunden Ken-Ichi und Mitsuko. Der Bürgermeister eines Dorfes nahe beim Unglücksmeiler von Fukushima, Mitsukos Onkel, bittet Neuhaus, ihn zu besuchen. Die Gegend ist verstrahlt, die Dörfer sind verlassen, die kontaminierte Erde ist abgetragen. Die Regierung wünscht die Rückbesiedlung, aber die Menschen haben Angst. Der Bürgermeister will Neuhaus für eine Künstlerkolonie gewinnen – in der verstrahlten Zone –, um neue Hoffnung zu wecken. Neuhaus reist mit Mitsuko an und sie geraten in eine unentrinnbar intensive Nähe zueinander. Ist in der schönen, verseuchten Landschaft Fukushimas eine Zukunft möglich wie auch in der Liebe zwischen Paul und Mitsuko? Sie beide begleitet die Lektüre Adalbert Stifters. So wie dort die geheimnisvolle Kette von Ursache und Wirkung die Bereiche des Lebens gleichermaßen verknüpft, so stellt die unheilvolle Kettenreaktion im Atommeiler in Fukushima nicht nur die Japaner vor die Frage, was diese Katastrophe über uns alle sagt. Sind wir im Zentrum der Gefahr nicht näher an unserer Wahrheit und an der unserer Gegenwart?“ (Text der Verlagsseite)   

Link: https://www.chbeck.de/muschg-heimkehr-fukushima/product/24387420 


Neuigkeiten zur Bergung geschmolzener Brennelemente im Juni 2018

„Erstmals stellte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi einen konkreten Plan für Maßnahmen zur Bergung geschmolzener Brennelemente aus den Reaktoren 1 bis 3 vor. Bislang hatte TEPCO lediglich abgebrannter Brennelemente aus Ablingbecken entfernt.

Nach Angaben des Unternehmens soll dabei ein Roboterarm eine entscheidende Rolle spielen. Dieser wird im Verlauf der Arbeiten den jeweiligen Umständen angepasst. Das Konzept sieht ein schrittweises Vorgehen bei den künftigen Maßnahmen vor.

Demnach sollen zunächst kleinere Brocken des zusammengeschmolzenen Materials (Corium) vom Boden des Sicherheitsbehälters geborgen werden – nachdem zuvor eine vertiefte Untersuchung der Reaktoren durchgeführt stattfindet.

Die Arbeiten sollen dabei durch einen Zugang an der Seite des Behälters erfolgen, ohne das eine weitere Öffnung des Reaktorgebäudes erforderlich wird.“ (spreadnews 1. Juni 2018)

Link: http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-roboterarm-soll-geschmolzene-brennelemente-bergen/1154662/


Symposium „La littérature de l’après 11 mars aujourd’hui“ am INALCO

Am Institut National des Langues et Civilisations Orientales (INALCO) in Paris findet am 21. und 22. Juni 2018 ein zweitägiges Symposium zum Thema Literatur nach 3.11 statt. Organisiert wird die Veranstaltung mit dem Titel „La littérature de l’après 11 mars aujourd’hui“ (Post-Fukushima-Literatur heute) von den Literaturwissenschaftlerinnen Anne Bayard-Sakai (INALCO) und Saeko Kimura (Tsuda University). 

Programm

21. Juni:
9.30-10.00 Uhr: Mitsuyoshi Numano (University of Tokyo)
10.00-10.30 Uhr: Cécile Duquenne (Université d'Aix-Marseille): "La littérature comme lieu des effets contaminants du nucléaire après le 11 mars 2011"
11.15-11.45 Uhr: Kristina Iwata-Weickgenannt (Nagoya University): "The Roads to Disaster, or Rewriting History from the Margins: Yū Miri’s JR Ueno Station Park Exit"
11.45-12.15 Uhr: Hitomi Yoshio (Waseda University)
14.00-14.30 Uhr: Kim Seungyeon (Ritsumeikan University): "現実(バーチャル)という虚構(リアル):多和田葉子『献灯使』論"
14.30-15.00 Uhr: Reiko Abe Auestad (University of Oslo): "Seven Years after the 3.11: Rethinking the human-nonhuman continuum in Tawada Yoko"s Knetōshi (The Emissary 2014)"
15.00-15.30 Uhr: Dan Fujiwara (Université Toulouse): "テキストとしての 3.11 からコンテキストとしての 3.11 へ-多和田葉子の場合"
15.30 Uhr-16.00 Uhr: Bernard Banoun (Sorbonne Université): Commentator
16.15 Uhr-16.45 Uhr: Doug Slaymaker (University of Kentucky)
16.45 Uhr-17.15 Uhr: Saeko Kimura (Tsuda University): "木村友祐作品における東北の声"
18.15 Uhr-19.00 Uhr: Yūsuke Kimura 木村友祐

22. Juni:
9.30-10.00 Uhr: Yoshizumi Higuchi (Kanto Gakuin University): "飴屋法水『ブルーシート』における語りと新しい当事者性"
10.00-10.30 Uhr: Justine Wiesinger (Yale University): "Body, Doubled Pregnancy in Post-3.11 Performance and Literature"
10.30-11.00 Uhr: Barbara Geilhorn (German Institute fo Japanese Studies): "3.11 in a Global Perspective: Setoyama Misaki’s Recontexualization of a German Post-Chernobyl Novel for the Japanese Stage"
11.15-11.45 Uhr: Rachel DiNitto (University of Oregon): "Caught up in the Slow Violence of Radiation: Minority Voices in 3.11 Fiction"
11.45-12.15 Uhr: Anne Bayard-Sakai (Inalco): "Le 11 mars, objet littéraire "anecdotique"?"
14.00-14.30 Uhr: Daniel O'Neill (UC Berkeley): "Curating the Creaturely: Extending the Temporalities of 3.11"
14.30-15.00 Uhr: Fumiko Sugie (Université Paris-Diderot): "Mirai Mirai (Future future) de Furukawa Hideo: Ou comment explorer le future à travers un passé autre?"
15.00-15.30 Uhr: Lisette Gebhardt (Goethe University Frankfurt): "Criticism of 3.11 authors or the critical mind in the 21st century: The case of Bungakusha no Kaku, Fukushima-ron (2013)"
15.45-16.15 Uhr: Faye Yuan Kleeman (University of Colorado): "Reality, Artificiality, and Non-fiction: Reimaging Concepts of Home, Community, and the Land in Japan after 3.11"
16.15-16.45 Uhr: Takako Arai (Saitama University): "震災と東北弁の可能性"
16.45-17.15 Uhr: Mitsuyoshi Numano

Link zum Aufruftext des Symposiums: https://carnetsjapon.hypotheses.org/7132


Studentisches Symposium der Japanologie Trier zum Thema "Fukushima"

Am Samstag den 28. April findet ein studentisches Symposium der Japanologie Trier statt zum Thema "Sieben Jahre nach Fukushima: Perspektiven nach der Dreifachkatastrophe in fiktionalen und nichtfiktionalen Texten". Insgesamt wird das Symposium aus fünf Vorträgen bestehen. Es sprechen:

11.00 Uhr: Jan-Patrick Proost (Trier): "'Atomkraft ist gut für Japan!' Ganz normale Werbung oder Propaganda? Die neue Strategie der Werbung für Nuklearenergie in japanischen Medien am Beispiel regionaler Zeitungswerbung"
11.50 Uhr: Larissa Freundt (Trier): "Die Gesellschaftskritik im Kinofilm nach Fukushima: Odayaka na nichijô (dt. Friedliches Leben)"
13.30 Uhr: Jan Lukas Kuhn (Trier): "Ein Ende des Status quo? Alieninvasion als Parabel auf die Lebenswirklichkeit nach 'Fukushima' in Asano Inios Manga Dead Dead DemonsDeDeDeDeDestruction"
14.20 Uhr: Martina Blaeser (Düsseldorf): "Über die Dreifachkatastrophe Fukushima in der japanischen Populärkultur - Künstlerische Ansätze und Ausdrucksformen am Fallbeispiel Daisy aus Fukushima"
15.10 Uhr: Cornelia Schmiedel (Trier): "Auf dem Grat zwischen Verharmlosung und Hysterie - Aufklärung über die Folgen der Dreifachkatastrophe in Taguchi Randys Zôn nite (dt. In der Zone)"

Link zum Programm des Symposiums: https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb2/FSR/jap/Symposium_-_Programm_mit_Abstracts.pdf 


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