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Aktuelles

Nordkorea: Atomwaffenpolitik September 2022

"Nordkorea hat ein neues Atomwaffengesetz verabschiedet, das das Recht auf einen nuklearen Erstschlag zur Selbstverteidigung vorsieht.

Auch der Status als Atommacht wird darin als unumkehrbar verankert, wie die staatlichen Medien des Landes am Freitag meldeten. „Hiermit wird eine unwiderrufliche Linie gezogen, damit es keinerlei Verhandlungen über unsere Atomwaffen geben kann", erklärte Machthaber Kim Jong Un. Er werde die Waffen niemals aufgeben, selbst wenn sein Land 100 Jahre lang Sanktionen ausgesetzt sei." (Stuttgarter Zeitung)

Links: https://www.youtube.com/watch?v=DHOb7GxWszI (Stuttgarter Zeitung, 9. September 2022)
https://www.youtube.com/watch?v=BJHrjcENYTw (北朝鮮 核使用の条件定めた法令採択 金氏「絶対に核を放棄できない」/ Beschluss zu Atomwaffen im nordkoreanischen Parlament) 「テレ東BIZ」 (2022年9月9日)=「絶対に核を放棄できない」と発言しました。北朝鮮の朝鮮中央通信によりますと、北朝鮮の国会に当たる最高人民会議は8日、核兵器の使用条件などを定めた法令を採択しました。金正恩朝鮮労働党総書記は演説で、「法制化によって、核保有国としての地位が不可逆的になった」と述べたうえで、「絶対に核を放棄できない」として、非核化の交渉を拒否する姿勢を強調しました。


Kulturgeschichte des Atomaren - Uranabbau im Kontext der Neo-Kolonialismus-Debatte

“Nehithawak [Cree territory] stand in the way of a colonial agenda that requires access to land for its survival. In the context of northern Saskatchewan, the Canadian state and the Province of Saskatchewan require access to uranium ore underneath traditional Nehithaw [Cree territory] and Denesuline [Territory of the Dene] territories for the development and maintenance of the nuclear industry one of the key components of the capitalist framework in Canada. This is the latest form that colonialism has taken in northern Saskatchewan and is one of many in a long history of threats which our people have had to respond to and protect ourselves from. (...) Many of the world’s largest and most profitable uranium mining and milling operations are located on or just north of our traditional territory, as well as the territory of our northern neighbours, the Denesuline.” (Kirstin Scansen, 2015)

Das Europäische Parlament selbst forderte 2018 in einer Resolution die Mitgliedsstaaten auf "alle Maßnahmen zu ergreifen, die erforderlich sind, damit die Rechte der indigenen Völker, unter anderem auf ihr Land, ihre Gebiete und ihre Ressourcen, umfassen anerkannt, geschützt und gefördert werden; begrüßt die Bemühungen der Zivilgesellschaft und der nichtstaatlichen Organisationen zur Bewältigung dieser Probleme."

Links: https://uranium-network.org/wp-content/uploads/2021/10/PM-ALLIANCE-Taxonomie-Statement-BACKGROUND.pdf (Uranium-NetworkOrg, Freiburg, September 2021)
https://www.youtube.com/watch?v=tB5kQ9sbwfs (Committee for Future Generations' Kirstin Scansen speaks at the December 9-11 2013 meeting of the Canadian Nuclear Safety Commission meeting Holiday In Yorkdale)
https://www.gfbv.de/de/news/urankreislauf-und-indigene-voelker-1154/  (15. Dezember 2007)
https://taz.de/Lasst-das-Uran-in-der-Erde/!1846530/  (taz, 23. Juni 1988)


Kulturgeschichte des Atomaren - Die Urananreicherungsanlage Gronau

"Basierend auf dem englisch-deutsch-niedlerländischen Staatsvertrag von Almelo (1970) zur Förderung von Forschung und Entwicklung der Urananreicherung durch Gaszentrifugentechnologie sowie zur Verhinderung der Nutzung zu militärischen Zwecken wurde 1971 von den Regierungen von Großbritannien, der Niederlande und Deutschland die "Urenco Ltd" für Marketing- und Koordinationsaufgaben gegründet. Erst 1993 wurde daraus eine Holding, in die die Gesellschafter ihre drei Anreicherungsbetriebe einbrachten und die auch die Beteiligungen an der Centec GmbH übernahm. Diese erforscht, entwickelt und baut die Uranzentrifugen für die Urananreicherung und baut zudem auch die dafür nötigen Urananreicherungsanlagen. Die niederländischen und britischen Gesellschafter der Centec waren identisch mit denen der URENCO, während der deutsche Anteil von der Gesellschaft für nukleare Verfahrenstechnik mbH in Bergisch Gladbach gehalten wurde, die jeweils zur Hälfte der zu Siemens gehörenden Interatom (tätig im Kernreaktorenbau) und dem Maschinenbaukonzern MAN gehörte.
An der Centec-Nachfolgerin Enrichment Technology Company Ltd (ETC) beteiligte sich 2006 der französische Atomkonzern Areva (heute: Orano) zu 50 %, womit nachträglich Frankreich in den Almelo-Vertrag mit einbezogen wurde. Bereits 1992 wurden die USA in den Kreis der ursprünglichen Almelo-Staaten durch den Vertrag „über die Errichtung, den Bau und den Betrieb einer Urananreicherungsanlage in den Vereinigten Staaten von Amerika“ aufgenommen.

Die Betriebe der URENCO und ETC werden in Deutschland regelmäßig durch EURATOM und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) im Rahmen von im Nichtverbreitungsvertrag (NVV) und im EURATOM-Vertrag festgelegten Überwachungsmaßnahmen (Safeguards) kontrolliert. Nationale Zuständigkeiten bestehen für den Rahmen dieser Kontrollen und liegen im Wesentlichen bei dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie."

"2017 und 2022 berichteten US-Medien, dass Urenco die Belieferung von Reaktoren des US-amerikanischen Staatsunternehmen TVA und seines Kernkraftwerks Watts Bar angeboten habe, das u. a. Tritium für US-Atomsprengköpfe produziert. Die rechtlichen Möglichkeiten dazu hat Urenco bereits 2005 in einem Gutachten klären lassen."

"Auf dem Betriebsgelände befindet sich auch ein Besucher-Informationszentrum. Es werden kostenlose Betriebsbesichtigungen für Gruppen ab 10 Personen angeboten, während derer das Fotografieren sowie die Nutzung von Handys untersagt ist und aufgrund von möglichen Sicherheitsüberprüfungen ist von Besuchern, die mindestens 18 Jahre sein müssen, der Personalausweis oder Reisepass bereitzuhalten." (nach WIKIPEDIA)

Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Urananreicherungsanlage_Gronau
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/urananreicherung-gronau-atomausstieg-100.html (9.1.2022)

https://umweltfairaendern.de/2021/08/20-000-tonnen-uran-lagern-bei-urenco-in-gronau/
https://www.lagatom.de/hintergrund/grundrechte-ziviler-ungehorsam/warum-wir-weiter-gegen-atomkraft-protestieren-und-warum-die-formen-des-protestes-sich-verandert-haben/
https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/urenco-chef-engelbrecht-politisch-motivierte-bedenken/11885306.html (2015)


Strategieschwenk in Japan: Genehmigungen und lokale Widerstände

Angesichts der international ausgegebenen Klimaziele und der aktuellen Stromverknappung überdenkt Japan Optionen in Bezug auf den Neustart  stillgelegter Meiler und auf den Bau neuer nuklearer Stromversorgungseinrichtungen. Nicht überall stoßen diese Pläne auf Zustimmung:

"Dennoch kann die japanische Regierung die Neustarts nicht direkt beeinflussen. Bisher hat die NRA erst 17 Reaktoren eine neue Betriebsgenehmigung erteilt, nachdem sie die verschärften Sicherheitsauflagen gegen Erdbeben und Tsunami erfüllt hatten. Nur zehn davon wurden bisher angefahren. Denn ungeachtet der Genehmigung blockieren lokale und regionale Politiker sowie atomkritische Anwälte eine Inbetriebnahme, weil die An­wohner dem Betreiber misstrauen und um ihre Sicherheit fürchten."

Links: https://taz.de/Ueber-elf-Jahre-nach-Fukushima/!5873590/ (Martin Fritz 25. August 2022)

https://wacotrib.com/news/science/japan-considering-development-of-new-nuclear-reactors/article_4834fa06-18ba-52b2-8d30-36d32368a8fe.html (Mari Yamaguchi, Waco Tribune-Herald, 24. August 2022)

https://mainichi.jp/english/articles/20170308/p2a/00m/0na/014000c (Editorial: Reasons for Japan to dump nuclear power more obvious now than ever, The Mainichi, 8. März 2017)


ASLE JAPAN

"Founded in May 1994, the Association for the Study of Literature and Environment in Japan (ASLE-Japan) has been developing intellectual communities of teachers, students, journalists, writers, artists, and scholars, who share an interest in issues of literature and environment. In fostering works which explore literary and cultural representations of relationships between humans and the natural/social environments, ASLE-Japan holds an annual conference, publishes its house journal Literature and Environment, and issues biannual newsletters."

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