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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" als zweite Edition des Projekts Nukleare Narrationen wurde nun gelayoutet und befindet sich in der letzten Korrekturphase. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Promotionsstellen "Nuclear Energy History" in Stockholm

Die Abteilung "History of Science, Technology and Environment" an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm vergibt aktuell im Rahmen eines Forschungsprojekts zwei Promotionsstellen zur Geschichte der Atomenergie aus nationaler und internationaler Sicht. Eine der Stellen soll dabei einen Schwerpunkt auf die Atomenergie im Rheintal haben, die andere auf den Bereich der Wasserkühlung. Das Projekt wird vom European Research Council (ERC) gefördert. Aus der Stellenausschreibung:

"Its focus is on controversies over nuclear energy in relation water. Water supplies for cooling nuclear reactors are at the very heart of nuclear (un)safety and the project here merges perspectives from the history of science and technology with environmental history and water history. We are now looking for two PhD students to participate in this project. One of the PhD students will be expected to study historical controversies over nuclear cooling arrangements in international perspective and the focus is here mainly on English-language documentary sources. The other PhD student will be expected to study the development in a specific geographical region: the highly nuclearized Rhine Valley. The focus here will be on the debate about nuclear cooling arrangements, nuclear flooding risks and wet radioactive pollution. A large part of the source material in this PhD project will be in German language and ideally also in other languages that are spoken in the Rhine Valley". 

Link: https://www.kth.se/en/om/work-at-kth/lediga-jobb/what:job/jobID:202195/where:4/


Tagungsbericht "NucTechPol"

"NucTechPol" (Nuclear Technopolitics in the Soviet Union and Beyond) ist ein 2017 gegründeter Forschungsverbund zur sowjetischen und internationalen Nukleargeschichte der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Bern. Zwischem dem 22. und dem 23. März fand am Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde in Tübingen die erste Konferenz des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts statt. Einblicke in die Konferenz bietet ein online verfügbarer Tagungsbericht von Timm Schönefelder für www.hsozkult.de.

Link: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7659


Sieben Jahre nach „Fukushima“: Debatten um Grenzwerte, Entschädigungen und Rückkehr der Einwohner

Die Region Fukushima wird von Experten für weitgehend sicher erklärt. Messungen von Umwelt und Lebensmittel brächten meist gute Ergebnisse – doch die Beurteilung der Lage hängt von den Kriterien ab, die den Erhebungen zugrunde liegen.

„Doch just in der vergangenen Woche hat sich hier etwas Entscheidendes getan: In der Menschenrechtskommission der UN hat Deutschland durchgesetzt, dass Japan den weltweit üblichen Grenzwert von einem Millisievert akzeptiert. Jan Vande Putte, Atomspezialist von Greenpeace, spricht von einem wichtigen Fortschritt: "Das hat eine große Bedeutung für Leute, die zur Rückkehr in hoch verstrahlte Gegenden gezwungen werden und sich großen Gefahren aussetzen, die aber ohne Entschädigung gar keine Alternative haben." Wenn Japan jetzt wirklich seinen Grenzwert auf ein Millisievert heruntersetze, wie es Deutschland und übrigens auch Greenpeace wollten, dann müsse Japan auch seine Politik ändern und die Rechte der Bewohner wahren, indem sie ihnen die Wahl ließen, ob sie zurückkehren wollen oder nicht.“ (ARD Tokio, 10.3.2018)

Links: https://www.tagesschau.de/ausland/fukushima-193.html

http://www.zeit.de/thema/fukushima

https://www.n-tv.de/panorama/Fukushima-soll-mehr-Touristen-anziehen-article20318527.html


Befunde zur Umwelt in Fukushima im März 2018

Der am 14. März 2011 [sic] stattgefundene Atomunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gilt als einer der größten Unglücksfälle in der Historie der Kernenergie. Eine Kernschmelze, die durch einen Ausfall des Kühlsystems verursacht wurde, hatte eine Explosion zur Folge, bei der eine große Menge radioaktiver Nuklide in die Umwelt gelangen konnten. Auch heute, fast sieben Jahre nachdem Unfall, ist die Situation noch nicht vollständig unter Kontrolle und es kommt immer noch unregelmäßig zu Austritten von radioaktiven Material, welches Boden, Grundwasser und das nahe Meer kontaminiert.“

„Sowohl Uran als auch radioaktives Zirkonium haben eine Halbwertszeit von mehreren Milliarden Jahren. Die Forscher erklärten, dass die Speerzone und auch angrenzende Gebiete wesentlich länger als bisher angenommen radioaktiv verseucht sein könnten. Äußerst problematisch ist auch, dass die radioaktiven Mikropartikel aufgrund ihrer Größe eingeatmet werden können, wenn sie beispielsweise durch den Wind in die Luft gelangen.“

Links: https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/umwelt/fukushima-forscher-finden-uran-im-boden-und-wasser-13372529

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.7b06309

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22478-2018-03-02.html („Langlebig und lungengängig”)

https://www.research.manchester.ac.uk/portal/en/media/physorg-new-evidence-of-nuclear-fuel-releases-found-at-fukushima(79052621-c1d6-4d0e-bfe2-172c0e73d662).html


Videorundgang durch Fukushima Daiichi

Die Betreiberfirma des KKW Fukushima Daiichi TEPCO hat erst vor wenigen Tagen einen virtuellen Rundgang ins Netz gestellt, mit dem man auf verschiedenen Routen abschnittsweise durch das KKW geführt wird. Es erinnert ein wenig Google Streetview, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies kein Ort ist, an dem man einfach gelangen kann und auch nicht sollte.

http://www.tepco.co.jp/insidefukushimadaiichi/index-j.html


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