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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Der Band „‚Sayônara Atomkraft‘ – Proteste in Japan nach ‚Fukushima‘" von Andreas Singler ist nun Mitte März 2018 erschienen! Aktuell wird der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" als zweite Edition des Projekts Nukleare Narrationen redaktioniert. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Ausstellung "Black Rain Hibakusha" in Hannover

In der Marktkirche in Hannover wird vom 1. bis zum 15. August 2018 die Ausstellung "Black Rain Hibakusha - Die Kinder des Schwarzen Regens" zu sehen sein. Die Ausstellungsbilder stammen vom Fotografen Thomas Damm und werden anlässlich des Jahrestags des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vom 6. August 1945 gezeigt:

"This is the story of officially unrecognized Black Rain Hibakusha in Hiroshima. Hibakusha is the Japanese word for people that got affected by the atomic bomb. They suffer from various diseases, including cancers, caused by internal exposure. But the government rejects to recognize them as Hibakusha simply because they underestimate the effects of low dose radiation and internal exposure. This attitude of the government is the very reason for the confusion in the attempt to protect humans and nature in post-Fukushima Japan.

The photos were taken after the coordination with the Liaison Council of Black Rain Hibakusha Groups. Thomas and students of the faculty of International Studies of the Hiroshima City University visited each of 13 hibakushas at home, to interview and portrait them" (thomasdamm.com/hibakusha) 

Links: http://www.thomasdamm.com/hibakusha/

http://www.stakvb.landeskirche-hannovers.de/presse/2018/q3_2018/2018-08-01


Symposium "Fukushima Nuclear Evacuees" an der Meiji Gakuin Universität

Am 7. und 8. Juli findet am Yokohama Campus der Meiji Gakuin Universität das internationale Symposium "Fukushima Nuclear Evacuees: Researchers' Findings and the Voices of the Victims" statt:

"The Yokohama symposium will be a unique opportunity to hear presentations by seven researchers who have been following the lives of evacuees from the Fukushima nuclear disaster for over seven years. Some were forced to evacuate, other did so in defiance of government safety assurances. Some stayed in Fukushima prefecture; others fled much further. Five of the researchers will be accompanied by their key informants – victims of the nuclear disaster who will speak directly about their experiences. Interpretation between English and Japanese will be provided" (Ankündigungsschreiben)

Programm

7. Juli 2018
10.30 Uhr: “Voluntary evacuation from Fukushima to Yamagata” (Aleksandr Sklyar, Michigan U and friend)
11.45 Uhr: “Radiation risk communication in Fukushima” (Atsushi Kumagai, Fukushima Medical U)
13.45 Uhr: “Compulsory evacuees: the case of single women” (Naoko Horikawa, Fukushima U and friend)
15.00 Uhr: “Exile and riches: Compensated compulsory evacuees” (Tom Gill, Meiji Gakuin U and friends)
16.15 Uhr: “Structural violence and the psychological issues of Fukushima nuclear disaster victims” (Takuya Tsujiuchi, Waseda U)
17.30 Uhr: Commentator: Emeritus Professor Yasunori Fukuoka, Saitama University
18.00 Uhr: Discussion session

8. Juli 2018
10.00 Uhr: “The movement to defend free housing for voluntary evacuees” (Ayaka Löschke (U of Zurich) and friends)
11.15 Uhr: “The experiences of voluntary evacuees returning to their hometowns” (Marie Weishaupt, Free U of Berlin)
13.15 Uhr: Final Discussion Session

In der Folgewoche wird 14. Juli in Fukushima ein weiteres japanisches Symposium zum Thema stattfinden.

Link: https://networks.h-net.org/node/20904/discussions/1997719/2-symposiums-victims-fukushima-nuclear-disaster


Ausstellung "Nach Fukushima – Erinnern und Vergessen in Japan" vom 12.-14. Juli in Offenbach

"Die Aus­stel­lung zeigt Ar­bei­ten von den drei ja­pa­ni­schen Künst­lern und Fo­to­gra­fen Kota Takeu­chi, Jun Na­ka­su­ji und Ryoi­chi K. Maeda, die sich mit den Fol­gen des GAU im Kern­kraft­werk Dai-ichi in Fu­kus­hi­ma im März 2011 aus­ein­an­der­set­zen.

In Kurz­vor­trä­gen be­leuch­ten Chris­ti­an Chap­pe­low und Da­mi­an D. Jung­mann vom Ja­pa­no­lo­gi­schen In­sti­tut der J.​W.​Goethe-Uni­ver­si­tät, Tho­mas Stein­kopff vom Deut­schen Wet­ter­dienst sowie Kai Vöck­ler von der HfG Of­fen­bach die lan­des­spe­zi­fi­schen, phy­si­ka­lisch er­fass­ba­ren sowie kul­tu­rell un­ter­schied­li­chen Fak­to­ren des Er­in­nerns und Ver­ges­sens an­thro­po­ge­ner und natürli­cher Ka­ta­stro­phen.
Im an­schlie­ßen­den Po­di­ums­ge­spräch dis­ku­tie­ren Ryoi­chi Maeda und die Re­fe­ren­ten Fra­gen aus dem Pu­bli­kum".

Mo­dera­ti­on: Wer­ner Lorke  / Foto: Jun Na­ka­su­ji

Podiumsdiskussion und Vorträge: 12. Juli 2018, ab 18 Uhr
Ausstellung; 13. Juli 12-18 Uhr, 14. Juli 14–18 Uhr
Ort : Isenburger Schloss, linke Kapelle

Link: https://www.hfg-offenbach.de/de/calendar/nach-fukushima-erinnern-und-vergessen-in-japan#veranstaltung


Auch Adolf Muschg schreibt über Fukushima

Heimkehr nach Fukushima. Roman. 2018

„Der Architekt Paul Neuhaus, frisch verlassen, erhält eine Einladung von seinen alten Freunden Ken-Ichi und Mitsuko. Der Bürgermeister eines Dorfes nahe beim Unglücksmeiler von Fukushima, Mitsukos Onkel, bittet Neuhaus, ihn zu besuchen. Die Gegend ist verstrahlt, die Dörfer sind verlassen, die kontaminierte Erde ist abgetragen. Die Regierung wünscht die Rückbesiedlung, aber die Menschen haben Angst. Der Bürgermeister will Neuhaus für eine Künstlerkolonie gewinnen – in der verstrahlten Zone –, um neue Hoffnung zu wecken. Neuhaus reist mit Mitsuko an und sie geraten in eine unentrinnbar intensive Nähe zueinander. Ist in der schönen, verseuchten Landschaft Fukushimas eine Zukunft möglich wie auch in der Liebe zwischen Paul und Mitsuko? Sie beide begleitet die Lektüre Adalbert Stifters. So wie dort die geheimnisvolle Kette von Ursache und Wirkung die Bereiche des Lebens gleichermaßen verknüpft, so stellt die unheilvolle Kettenreaktion im Atommeiler in Fukushima nicht nur die Japaner vor die Frage, was diese Katastrophe über uns alle sagt. Sind wir im Zentrum der Gefahr nicht näher an unserer Wahrheit und an der unserer Gegenwart?“ (Text der Verlagsseite)   

Link: https://www.chbeck.de/muschg-heimkehr-fukushima/product/24387420 


Neuigkeiten zur Bergung geschmolzener Brennelemente im Juni 2018

„Erstmals stellte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi einen konkreten Plan für Maßnahmen zur Bergung geschmolzener Brennelemente aus den Reaktoren 1 bis 3 vor. Bislang hatte TEPCO lediglich abgebrannter Brennelemente aus Ablingbecken entfernt.

Nach Angaben des Unternehmens soll dabei ein Roboterarm eine entscheidende Rolle spielen. Dieser wird im Verlauf der Arbeiten den jeweiligen Umständen angepasst. Das Konzept sieht ein schrittweises Vorgehen bei den künftigen Maßnahmen vor.

Demnach sollen zunächst kleinere Brocken des zusammengeschmolzenen Materials (Corium) vom Boden des Sicherheitsbehälters geborgen werden – nachdem zuvor eine vertiefte Untersuchung der Reaktoren durchgeführt stattfindet.

Die Arbeiten sollen dabei durch einen Zugang an der Seite des Behälters erfolgen, ohne das eine weitere Öffnung des Reaktorgebäudes erforderlich wird.“ (spreadnews 1. Juni 2018)

Link: http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-roboterarm-soll-geschmolzene-brennelemente-bergen/1154662/


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