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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

 Nukleare Narrationen 2

Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" ist rechtzeitig zum achten Jahrestag der Dreifachkatastrophe im März 2019 erschienen. Die Redaktion widmet sich nun dem Projekt „Olympia 2020 Tôkyô und Fukushima – Die Spiele der Weltrisikogesellschaft“. Bedingt durch diese und andere Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach ‚Fukushima‘“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Schlechte Aussichten für AKWs? World Nuclear Industry Status Report

Der World Nuclear Industry Status Report 2019, der auch von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES unterstützt wird, gibt einen umfassenden Überblick über die Situation der Atomindustrie weltweit. Die diesjährige Ausgabe legt einen Fokus auf die Atomkraft als vermeintliche Lösung gegen den Klimawandel. Darin wird aufgezeigt, dass Atomkraftwerke zu teuer sind und zu langsam gebaut werden können, um fossile Energieträger zur Begrenzung des Klimawandels zu ersetzen.“ (ee news 2019)

Links: https://eu.boell.org/en/2019/02/11/world-nuclear-industry-status-report
https://www.ee-news.ch/de/erneuerbare/forschung/article/42068/world-nuclear-industry-status-report-2019-neue-akw-zu-teuer-und-zu-wenig-schnell-umsetzbar
https://en.wikipedia.org/wiki/World_Nuclear_Industry_Status_Report
https://www.fr.de/wirtschaft/analyse-langsamer-tod-fukushima-11726492.html

 


Fukushima als Region für global player

NRW-Medizintechnikunternehmen präsentieren sich im November in Fukushima

Neben dem zweitgrößten Medizintechnik Hersteller ,,Johnson & Johnson", haben auch noch weitere große Unternehmen wie die US-Firma ,,Becton Dickinson" und ,,Olympus" Standorte in Fukushima. Die Vorteile der Präfekrut Fukushima wurden somit bereits von globalen Playern anerkannt und genutzt. Gemeinsam mit NRW.International ist der IVAM Fachverband für Mikrotechnik als Aussteller vor Ort und betreut dort auch Unternehmen, die auf dem NRW-Gemeinschaftsstand ausstellen.

 Welche Vorteile haben Teilnehmer?

  • Durch das Kennenlernen der Atmosphäre des Investment- und Unterstützungssystems in der Präfektur Fukushima können Sie die dortigen Möglichkeiten zur Entwicklung und Fertigung von medizinischen Vorrichtungen untersuchen und einschätzen
  • Mithilfe von Ausstellungen und Business Matching können Sie ein Netzwerk sowohl mit der Präfektur Fukushima als auch mit japanischen Unternehmen, mit herausragenden Technologien, schaffen
  • Sie können vor den Besuchern für die Produkte Ihres Unternehmens und für Ihre Dienste werben

 Wer kann sich bewerben?

  • Deutsche Unternehmen mit Hauptsitz, Zweitsitz oder Fertigungsstandort in Nordrhein-Westfalen
  • Hersteller von medizinischen Vorrichtungen, Gerätschaften oder deren Teilen, die daran interessiert sind Geschäftsbeziehungen mit japanischen Unternehmen aus Fukushima aufzubauen und/oder in die Präfektur Fukushima investieren wollen
  • Geschäftsführer oder Angestellte mit der Berechtigung Unternehmensentscheidungen zu treffen (Empfehlung)“

Link: https://www.ivam.de/events/medical_creation_fukushima_2019


ATOMS IN JAPAN – Kampagnen des MEXT

Verlautbarungen von Hagiuda Kôichi 萩生田 光一, head of Japan’s Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology (MEXT)

„Asked about the development of nuclear-energy human resources within the context of national science and technology policy, he first referred to the positioning of nuclear energy in Japan’s fifth Strategic Energy Plan, saying, “Nuclear power is an important base-load power source . . . contributing to the stability of the energy supply-demand structure in the long term, on the major premise of ensuring of its safety.” Hagiuda then demonstrated his attitude of wanting to strive to ensure nuclear human resources, saying, “Japan can consider safer uses of nuclear energy all the more because of the nuclear accident that occurred here.” To combat young people’s loss of interest in studying nuclear energy, he added that the country wanted to work with people engaged in the field of education on the matter.“

Links: https://www.jaif.or.jp/en/mext-minister-shares-his-hopes-with-the-press-seeking-to-secure-human-resources-together-with-universities/
https://www.jaif.or.jp/en/symposium-with-students-held-in-tsuruga-city-on-future-research-and-test-reactors/
https://www.jaif.or.jp/en/about/
https://en.wikipedia.org/wiki/Koichi_Hagiuda
= Affiliated to the nationalist lobby Nippon Kaigi, Hagiuda is known as a conservative within the LDP, and is closely allied with Prime Minister Shinzō Abe and former Prime Minister Yoshiro Mori. Hagiuda served Abe from 2013 to 2015 as the Special Advisor to the President of the LDP , and in October 2015 became a Deputy Chief Cabinet Secretary in the third Abe Cabinet. He belongs to the Sonoda Faction (Seiwa Seisaku Kenkyukai) of the LDP.


Globale Interaktionen im Anti-Olympia-Protest und olympiakritischer Journalismus

„July 27, 2019: On the ninth floor of the Central Library at Tokyo’s Sophia University, Ichimura and fellow anti-Olympics organizers from the groups Hangorin no Kai and Okotowalink are deep in discussion with visiting allies from Rio, Pyeongchang, Paris, and Los Angeles. It is the final day of a transnational anti-Olympics summit—the first of its kind anywhere in the world. Anne Orchier of NOlympics LA emphasizes that the participating groups must identify how their analyses and principles overlap in order to understand the opportunities for collective organizing moving forward.“ (RioOnWatch, 26.08.2019)

Links:
https://www.rioonwatch.org/?p=55121#.XWejai9wTp0.twitter
http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201908260028.html

„Workers themselves have said they hope the Building and Wood Workers’ International (BWI) gets more involved in inspecting the “dangerous” construction sites for the Games. The BWI released a report in May titled “The Dark Side of the Tokyo 2020 Summer Olympics” that described a “culture of fear” among construction workers toiling at the various sites.“ (Asahi Shimbun)

Link:
http://www.labournet.de/internationales/japan/soziale_konflikte-japan/olympia-2020-erste-proteste-gegen-geschaeftemacherei-und-prestigepolitik-werden-in-tokio-organisiert-der-beginn-war-klein-aber/


Olympia 2020 in Japan: Platz drei im Medaillenspiegel und die geteilte Meinung – ein Gespräch zwischen Sportwissenschaft und Japanologie

„In einem Jahr stehen in Tokio die Olympischen Sommerspiele an. Es sollen die „Spiele der Wiederauferstehung“ werden, nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011. Die Stimmung im Land sei gespalten, so Maja Sori Doval, Sportdozentin in Tokio und der deutsche Japanologie-Professor Wolfram Manzenreiter“.

Als Kommentar zur japanischen Protestkultur heißt es:

„Erst im März war der Chef des Japanischen Olympischen Komitees (NOK), Tsunekazu Takeda, wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Ein Aufschrei im Land blieb aus. Sori Doval hat das nicht gewundert: `Es gibt hier keine Protestkultur, wie wir sie kennen.´ Auch nach dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe von Fukushima habe sich daran nichts geändert: `Die Medien haben Proteste zum Teil gar nicht verbreitet oder das Bild, das sie vermittelt haben, wurde sehr gesteuert.´ Am Anfang habe es Proteste von engagierten Leuten gegeben. `Aber langfristig ist nichts passiert. Es ist untergegangen.´ (Deutschlandfunk)

Link: https://www.deutschlandfunk.de/olympia-2020-in-tokio-spiele-bei-ioc-musterschueler-japan.892.de.html?dram:article_id=454916


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