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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

 Nukleare Narrationen 2

Der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" ist rechtzeitig zum achten Jahrestag der Dreifachkatastrophe im März 2019 erschienen. Die Redaktion widmet sich nun dem Projekt „Olympia 2020 Tôkyô und Fukushima – Die Spiele der Weltrisikogesellschaft“. Bedingt durch diese und andere Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach ‚Fukushima‘“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Tagungsbericht: "Der Gorleben-Treck 1979 und die niedersächsische Landesgeschichte"

Am 21. und 22. Juni 2019 fand in Hannover die 40. Sitzung des Arbeitskreises für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen statt. Thema anlässlich des 40. Jubiläums des Gorleben-Trecks von 1979 waren Anti-Atom-Protest als soziale Bewegung in einem regionalen und internationalen Vergleich. Zur Konferenz gibt es nun einen Tagungsbericht:

"Die Tagung hat gezeigt, dass es sich lohnt, einen Blick über die Grenzen Niedersachsens zu werfen, um die verschiedenen Einflüsse und Wechselbeziehungen, die der hiesige Anti-Atom-Protest von außen erhalten hat, zu verdeutlichen. Sie kann auch als ein Aufruf verstanden werden, Niedersachsen wieder als ein Grenzland der alten Bundesrepublik zu entdecken, das an der Nahtstelle zwischen Ost und West lag und seine politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Identität in einem nicht geringen Maße aus dieser Stellung ableitete." (Oliver Schael, Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg, Friedrich-Ebert-Stiftung)

Link: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8428


ZEIT-Artikel zur iranischen Atombombe: "Wenn einer aufsteht, um dich zu töten, töte ihn zuerst"

"Ein Jahr lang haben Journalisten der ZEIT und der New York Times recherchiert, um diesen wohl gefährlichsten geopolitischen Konflikt unserer Zeit nachzuerzählen. Sie haben mit Geheimdienstlern und Politikern, Diplomaten und Wissenschaftlern im Iran, in Israel, den USA und Deutschland gesprochen. Aus ihren Schilderungen ergibt sich eine bisher in vielen Teilen unbekannte Geschichte dieser Krise, in der gezielter Mord zum politischen Werkzeug wurde [...]" (ZEIT ONLINE, 04.09.2019)

Link: https://www.zeit.de/2019/37/atomabkommen-iran-usa-donald-trump-vertrag-konflikt


"Tokyo 2020: Olympia und die Argumente der Gegner"

Ende August veröffentlichte der Japanologe, Journalist und Sportwissenschaftlicher Andreas Singler mit dem Band "Tôkyô 2020: Olympia und die Argumente der Gegner" eine Übersicht kritischer Stimmen zu den kommenden olympischen Spielen in Japan - unter anderem auch in Verbindung zur Anti-Atom-Bewegung und der "Fukushima"-Katastrophe, die Singler bereits 2018 in "Sayônara Atomkraft" (EB-Verlag, 2018) sowie auf seinem Blog (https://www.andreas-singler.de) ausführlich kommentierte.

Abstract: 

"Weithin Ablehnung schlägt dem wichtigsten Sportfest der Welt insbesondere aus der japanischen Anti-Atomkraft-Bewegung entgegen. Deren Mitglieder fürchten, dass das als „Wiederaufbau-Spiele“ (fukkô gorin 復興五輪) proklamierte Mega-Event  dazu missbraucht wird, den Atomunfall von Fukushima vergessen zu machen und dass die für Olympia benötigten Ressourcen den Betroffenen der Dreifachkatastrophe von 2011 verloren gehen.  

„Im Augenblick sollten wir so etwas nicht tun“, ist eine der am häufigsten zu vernehmenden Aussagen zu Tôkyô2020. Olympia werde politisch missbraucht, so heißt es ferner. Um der Weltöffentlichkeit zu demonstrieren, dass die Situation in der betroffenen Region wieder in Ordnung sei, würden 2011 evakuierte Gebiete unter Ausübung ökonomischen Zwangs trotz noch immer deutlich erhöhter radioaktiver Strahlung mehr und mehr repatriiert. Dem Motto von den „Wiederaufbau-Spielen“ setzen manche Kritiker daher den Begriff von den „Wiederaufbau-Behinderungs-Spielen“ (fukkô bôgai gorin  復興妨害五輪) entgegen." 

Links:

https://www.bod.de/buchshop/tokyo-2020-olympia-und-die-argumente-der-gegner-andreas-singler-9783744802321?utm_source=saleswidget&utm_medium=referral&utm_campaign=saleswidget_large

https://www.ebv-berlin.de/Sayonara-Atomkraft-Proteste-in-Japan-nach-Fukushima (Sayônara Atomkraft. Proteste in Japan nach "Fukushima"; Singler 2018)


Konferenz "Für eine Olympiade in Tokyo, die Fukushima nicht verschweigt"

Am 14. und 15. September 2019 findet in der Auslandsgesellschaft Dortmund die Konferenz "Für eine Olympiade in Tokyo, die Fukushima nicht verschweigt" statt. Veranstalter ist die Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung NRW.

Aus der Ankündigung: "Mit der Konferenz möchten wir jene zu Wort kommen lassen, die sich mit der aktuellen Öffentlichkeitsstrategie der Regierung auseinandersetzen und die die Folgen der Katastrophe für die geflohenen Menschen, ihre Kinder und für die Umwelt aufzeigen können. Wir möchten auch zeigen, mit welchen Fragen sich die Umweltbewegung in Japan heute auseinandersetzt und welche Proteste es immer noch gibt. Wir möchten auch fragen, ob zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland Aktionen planen, um „Sand im Getriebe“ einer Öffentlichkeitsstrategie zu sein, die alle Risiken und die Krise nach Fukushima negiert. Können wir Kontakte zu Medienhäusern vor den olympischen Spielen aufzunehmen, so dass während der olympischen Spiele auch über Fukushima und seine Folgen berichtet werden kann? Zu der Konferenz sind auch Partner eingeladen, die sich in anderen europäischen Ländern mit den Folgen von Fukushima auseinandersetzen."

Link zum Konferenzprogramm:
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Konferenz-Dortmund_9-19.pdf


Radonbelastung in Deutschland

Neue Meldung des Bundesamt für Strahlenschutz

Erstaunlicherweise meldete sich das Bundesamt für Strahlenschutz jüngst erneut zur Wort - Thema sind die neuen gesetzlichen Regelungen zum Schutz vor Radon:

  • "Bis Ende 2020 müssen die Bundesländer gemäß Strahlenschutzgesetz ermitteln, in welchen Gebieten in vielen Gebäuden eine hohe Radon-Konzentration zu erwarten ist.
  • In diesen Gebieten gelten unterschiedliche Regelungen für verschiedene Gebäudetypen:
  • Für private, bereits bestehende Wohngebäude können Eigentümer und Bewohner freiwillig Maßnahmen ergreifen, um die Radon-Konzentration im Gebäude zu senken.
  • Für private Neubauten besteht für Bauherren die Pflicht, durch bauliche Maßnahmen weitgehend zu verhindern, dass Radon in das Gebäude eindringen kann.
  • Beträgt die Konzentration von Radon an Arbeitsplätzen mehr als 300 Becquerel pro Kubikmeter, müssen Maßnahmen eingeleitet werden, um die Radon-Konzentration im Gebäude zu senken" (bfs.de)

"Das Gesundheitsrisiko durch das radioaktive Gas Radon ist aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland zu wenig bekannt. Es sei nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini. Ob die eigene Wohnung betroffen sei, lasse sich durch Messungen leicht feststellen." (ZDF, 23. August)

Links: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/bundesamt-fuer-strahlenschutz-radon-gefahr-oft-unterschaetzt-100.html

http://www.bfs.de/SharedDocs/Bilder/BfS/DE/ion/umwelt/radon-karte-boden.jpg?__blob=poster&v=12


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