Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| Wakamasu Jôtarô verstorben | 27.04.2021 |
Über den Japanologen u. Journalisten Andeas Singler erreichte uns die Nachricht, dass der aus Fukushima stammende Lyriker, Essayist und Anti-Atom-Aktivist Wakamatsu Jôtarô 若松丈太郎 am 21. April im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Dies berichten mehrere japanische Online-Portale und Zeitschriften: https://www.minpo.jp/globalnews/moredetail/2021042301001958
Wakamatsu wurde in der Kleinstadt Ôshû, Präfektur Iwate, im Nordosten Japans geboren. Nach seinem Studium an der Universität Fukushima und seiner Hochzeit zog er mit 28 Jahren nach Hara-machi (Stadt Minamisôma, Präfektur Fukushima). Er war Lehrer für japanische Sprache an High-Schools der Präfektur Fukushima und schrieb seit den 1960er Jahren Gedichte. Seit Inbetriebnahme der ersten Atomkraftwerke in Fukushima in den 1970er Jahren machte er auf die Risiken der Atomenergie durch Veröffentlichung von Zeitungsartikeln und Engagement in Bürgerinitiativen aufmerksam. Im Mai 1994 reiste Wakamatsu als Mitglied eines lokalen Anti-AKW-Bündnisses in die Sperrzone des acht Jahre zuvor havarierten Tschernobyl-Kraftwerks. Nach dem 11. März 2011 und der Havarie des AKW Fukushima Daiichi floh Wakamatsu mit seiner Frau kurzzeitig aus seinem 25 km vom Zentrum der Sperrzone entfernten Wohnort, kehrte nach einigen Wochen jedoch wieder zurück. Im Nachtrag: Auf seiner Webseite gibt es nun einen Beitrag von Andreas Singler zum Tode Wakamatsus - inklusive eines Interviews (2018): "Wie wenige andere verkörperte er die Ästhetik des Widerstandes: Jahrzehntelang hat Wakamatsu Jôtarô 若松丈太郎 (1935 - 21.04.2021) in Gedichten, Essays und Artikeln vor den Gefahren der Atomkraft gewarnt. Nach der Tschernobyl-Katastrophe sagte er ein ähnliches Ereignis für seine Heimat Fukushima immer wieder voraus. In einem Gespräch mit Andreas Singler aus dem Jahr 2018 gibt Wakamatsu Auskunft über seine Wurzeln im Japan des 2. Weltkriegs und seinen unbändigen Hang zum freien Denken" |
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| Zoom Webinar am Berkeley Institute of East Asian Studies – Seki Reiko | 24.04.2021 |
„In this presentation, I name the irreversible and absolute damage caused by the nuclear power plant accident as “the deprivation of hometown (the stolen hometown)." Using the results of my own field research, I describe the actual damages in detail.“ Center for Japanese Studies | April 28 | 5-6 p.m. | Online - Zoom Webinar Registration info: https://berkeley.zoom.us/webinar/register/WN_eIC4Q0ZTQ9mBoKWyGEmzOQ |
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| Vortrag Goethe-Universität: Feldforschung 'Fukushima' | 13.04.2021 |
Der Vortrag an der Japanologie Frankfurt ist für alle Interessierten frei zugänglich. |
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| AKW FUKUSHIMA - Wasser soll ins Meer abgeleitet werden / April 2021 | 12.04.2021 |
Nach jahrelangen Untersuchungen und Debatten wird sich die japanische Regierung in Kürze wohl dafür entscheiden, kontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten." "Wasser, das sich in dem vor zehn Jahren havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi angesammelt hat beziehungsweise zur Kühlung verwendet wurde, wird wohl bald ins Meer geleitet werden. Die japanische Regierung werde am Dienstag offiziell einen Plan dafür verabschieden, berichten japanische Medien, darunter die Nachrichtenagentur Kyodo, aus eingeweihten Kreisen." "Eine Entscheidung über die Entsorgung des Wassers sollte eigentlich schon im vergangenen Herbst fallen, die japanische Regierung verschob sie aber wegen großen Diskussionsbedarfs. Bedenken hatten die örtliche Fischerei sowie auch Südkorea und China geäußert. Diese beiden Länder fordern von Japan, dass der Prozess der Wasserentsorgung sorgfältig und transparent vollzogen wird. China und Südkorea schränken die Einfuhr japanischer Agrar- und Fischereierzeugnisse seit der Atomkatastrophe ein." (Heise Online, Andreas Wilkens / 9. April 2021) Link: https://www.heise.de/news/AKW-Fukushima-Tritium-Wasser-soll-ins-Meer-geleitet-werden-6010551.html |
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| Zum Dezennium: Bürgerbewegungen nach 3.11 / Dialog Misao Redwolf und Oguma Eiji im März 2021 | 16.03.2021 |
福島原発事故から10年 ー3.11後の市民運動/映画【首相官邸の前で】上映会〜小熊英二監督を迎えて〜 Oguma Eijis Film 映画「首相官邸の前で」(Shushō kantei no mae de) Links: https://www.youtube.com/watch?v=ACY4sCRq7r4&feature=youtu.be ; |
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Der Japanologe & Journalist Andreas Singler spricht am 15. April 18 Uhr zum Thema "Feldforschung 'Fukushima': Die Dreifachkatastrophe 2011 und die Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan”