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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.

Aktuelles

Krebsfälle in Fukushima

„Eine neue japanische Studie legt nahe, dass Kinder, die in der Nähe des verunglückten Fukushima-Reaktors leben, wesentlich häufiger an Schilddrüsenkrebs erkranken als andere (um den Faktor 20 bis 50). Sie widerspricht damit der Position der japanischen Regierung, die der Ansicht ist, dass die höhere Erkrankungszahl auf einer strengeren Überwachung beruhe, die vorsorglich vorgenommen wird.“

„Seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 steht Schilddrüsenkrebs bei Kindern im Verdacht, mit Strahlung in Zusammenhang zu stehen. Wenn er behandelt wird, ist er selten tödlich, so dass Früherkennung sehr wichtig ist. Dennoch sind betroffene Patienten für den Rest ihres Lebens auf Medikamente angewiesen.
Ein Nachweis, dass die Strahlung in Fukushima mit Krebs zusammenhängt, würde Familien helfen Erstattungen und andere Kompensationszahlungen u.a. durch Versicherungen zu bekommen. Viele Menschen, die in Gebieten lebten, die die Regierung als sicher bezeichnete, sind geflohen - aus Angst vor gesundheitlichen Folgen, insbesondere für ihre Kinder.

Ein Gebiet, im Umkreis von etwa 20 Kilometern vom Kernkraftwerk entfernt, wurde zur Sperrzone erklärt. Die Grenzen werden nach laufenden Reinigungsarbeiten (z.B. Entfernung von radioaktiven Trümmerteilen und Abtragen von Erde) ständig neu bestimmt, um so viele Menschen wie möglich wieder dorthin zu bringen. Die Stilllegung der Anlage wird voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern“ (Kinder und Jugendärzte im Netz, 6. November 2015).

Link: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/forscher-krebsfaelle-bei-kindern-in-der-umgebung-von-fukushima-vermutlich-mit-strahlenbelastung-ver/


Yamamoto Taros Engagement Herbst 2015

Am 17. September 2015 Protest, Tumult und “Gewalt” (bôryoku) im japanischen Parlament (Kommentar auf YouTube): “At 17 :00 the Vice President of the Committee (Mr. Sato, former commander of PKO troops in Iraq in 2003! ...) forced Yamamoto Taro to end his speech. And immediately, the sameVice-President requested the vote on the censure motion against the President of the Commission.
Without surprise, the motion was rejected, but all of a sudden, the NHK mutes the sound (5:50 in the video), posting subtitles claiming that "the exchanges that follow are not transcribed" (???).
We saw then the president of the commission, the PM Abe and his Minister of Defence finally entering into the room, escorted by policemen, the President announcing that the vote on the law would take place immediately in reduced session!
Opposition senators, revolted (they counted immediately file a further motion against the government) have rushed to the desk of the president. YamamotoTaro was the first in line, naturally, asking for time to file another motion. They were ignored,
In an incredible noise and turmoil, the president of the commission, invisible and inaudible, probably stammered that the law was passed! Indeed, the LPD senators stood up more or less two or three times. Just after they are already stood up a first time, Abe came out !! (He fled?) ...“ (veröffentlicht am 17.09.2015).

Links:

“Japanese independent Diet member Taro Yamamoto was elected as an opposition candidate to nuclear power and against the reopening of Japan's more than 40 plants. He became politically active in Japan after the Fukushima TEPCO nuclear plant meltdowns. In this interview he compares the Fukushima to the Hiroshima and Nagasaki bombing. He also discusses the rise of militarization, the building of a US base in Okinawa and why the Japanese people are against the Trans Pacific Partnership TPP agreement along with the dangers of privatization. This interview was done 11/20/2014. Production of Labor Video Project www.laborvideo.org


Dokumentation: "Tabu Kernforschung" (ein Film von Thomas Hies und Judith Schneider)

Nach dem Atomunglück von Fukushima (2011) in Japan beschloss die deutsche Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie und lies die Nuklear-Energie zu einem Tabu-Thema werden. Doch wie kam es zu dieser Tabuisierung der Kernforschung? Welche Folgen hat der daraus folgende Mangel an Atomphysikern und Strahlungsexperten auf die Zukunft? Verbaut sich Deutschland vielleicht Chancen auf neue Technologien durch seine Ablehnung der Nuklearen-Energie, wenn weltweit dieser Bereich stetig wächst? Die Dokumentation versucht, die aktuellen Entwicklungen zu beleuchten und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, verständlich zu machen.

Die Dokumentation ist über die 3sat-Mediathek verfügbar.

Link: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=54594


Literatur und Politik – „Eine politische Buchmesse in Frankfurt“

Das Paradigma “Literatur und Politik” fand sich auf der Bühne Buchmesse im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses - Meinungsfreiheit und die Freiheit des Worts waren bezeichnenderweise Schwerpunktthemen der Buchmesse.

Links:


Okuda Aki als politischer Gegner des japanischen „Systems“

„Informationen ueber Okuda Aki 奥田 愛基 (23) und seine Studentengruppe SEALDs zu, die in den  letzten Monaten vielleicht den grössten Beitrag zur Entwicklung der Bürgerinitiative und der demokratischen Bewegung in Japan geleistet haben. Dass er mittlerweile eine anonyme Morddrohung an ihn und seine Familie erhalten hat, zeigt, dass er jetzt möglicherweise zum gefährlichsten Feind von Abe avanciert ist“ (Hattori).

Links:

Zusammenstellung von Seiji Hattori


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